Rohstoffe
Ölpreise sinken deutlich – Starker Dollar belastet

Die Ölpreise sind am Montag belastet von einem wieder erstarkten US-Dollar deutlich gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WT) zur Auslieferung im November kostete am Mittag 120,43 Dollar. Das waren 4,46 Dollar weniger als am Freitag. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 3,99 Dollar auf 99,55 Dollar.

HB LONDON/NEW YORK/WIEN. Händler begründeten die Kursverluste überwiegend mit dem festeren Dollar, der von der Einigung über den Rettungsplan der US-Regierung für die Bankenbranche profitiert habe. Am Wochenende hatten sich Demokraten und Republikaner im Kongress auf ein Rettungsprogramm geeinigt, das den Ankauf problematischer Vermögenswerte von US-Banken vorsieht. Beflügelt worden sei der Dollar zudem von Problemen der europäischen Finanzhäuser Hypo Real Estate (HRE) und Fortis .

Marktteilnehmern zufolge wird der Ölpreis auch von Sorgen um eine Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums belastet. "Das Rettungspaket der US-Regierung hat zwar die Möglichkeit einer kompletten Kernschmelze verringert", sagte Energie-Analyst Victor Shum von Purvin & Gertz. "Aber Sorgen um die Nachfrageseite werden weiterhin auf den Ölpreisen lasten."

Die Commerzbank verweist allerdings auf weiterhin bestehende Angebotsrisiken. So seien am Freitag den US-Behörden zufolge noch immer knapp 60 Prozent der US-Ölförderung im Golf von Mexiko außer Betrieb gewesen. Folglich dürfte der Druck auf die ohnehin bereits niedrigen Lagerbestände nach Einschätzung der Experten anhalten.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist unterdessen leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) habe am Freitag 97,90 Dollar gekostet, teilte das OPEC-Sekretariat am Montag in Wien mit. Das waren 22 Cent mehr als am Donnerstag. Die OPEC berechnet ihren durchschnittlichen Korbpreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells.

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