Rohstoffe
Ölpreise sinken kräftig – Schwache Nachfrage erwartet

Der Ölpreis ist am Montag stark unter Druck geraten. Händler machten die Angst der Anleger vor einem globalen Konjunktureinbruch verantwortlich, der letztlich auch die Nachfrage nach Öl erheblich schrumpfen lassen dürfte.

HB FRANKFURT. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligte sich bis zum Mittag um 3,9 Prozent auf 90,27 Dollar. Das Fass Nordseeöl der Sorte Brent fiel sogar um 3,7 Prozent auf 86,88 Dollar.

Am Markt wächst aus Sicht von Händlern die Sorge, dass die globalen Rettungsmaßnahmen zur Stabilisierung des Finanzsystems einen globalen Abschwung nicht grundsätzlich verhindern können. Es sei deshalb mit einem Rückgang der Ölnachfrage zu rechnen. Sollte auch noch das starke Wachstum in China oder anderen aufstrebenden Volkswirtschaften abebben, sei mit einer noch deutlicheren Abschwächung der Öl-Nachfrage zu rechnen.

„Die Stimmung am Ölmarkt bleibt negativ“, schreibt die Commerzbank. „Die Verabschiedung des Rettungspaketes durch den US-Kongress hatte somit keine positiven Auswirkungen auf den Ölpreis.“ Die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten zeigten den schärfsten Beschäftigungsabbau seit 5,5 Jahren und verstärkten damit laut Commerzbank Ängste vor einem weiteren Nachfragerückgang im weltweit größten Ölverbrauchsland.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist am Freitag kräftig gesunken. Wie die OPEC am Montag in Wien mitteilte, sank der Preis für ein Barrel Rohöl am Freitag um 2,91 Dollar im Vergleich zum Vortag auf 86,37 Dollar. Die OPEC berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells.

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