Rohstoffe
Ölpreise sinken weiter

Nach Verlusten in den vergangenen Tagen fallen die Ölpreise noch weiter. Ein Barrel Brent kostete im frühen Handel fast einen Dollar weniger. Auf den Ölmärkten herrscht weiter ein hohes Angebot.
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SingapurDie Ölpreise haben am Donnerstag ihren Abwärtstrend fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete im frühen Handel 82,91 US-Dollar. Das waren 87 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sank um 1,07 Dollar auf 80,71 Dollar.

Auf den Ölmärkten herrscht weiter ein hohes Angebot, da das Ölkartell Opec auf den Preisverfall von über 20 Prozent seit Juni bisher nicht mit Produktionskürzungen reagiert hat. Zugleich trübt sich die konjunkturelle Entwicklung ein, dies lässt eine zukünftig geringere Nachfrage erwarten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wollen die USA, Putin mit niedrigem Öl-Preis in die Knie zwingen?

    Auf Drängen der USA hat Saudi-Arabien seine Öl-Produktion massiv ausgeweitet. Dies hat entscheidend dazu beigetragen, dass der Ölpreis seit Juni um rund 20 Prozent eingebrochen ist.

    Der Preisverfall schadet vor allem Russland, das den Großteil seiner Staatseinnahmen aus dem Export von Öl und Gas bezieht. Sollte Saudi-Arabien den Öl-Krieg fortsetzen, droht Putin erstmals ein deutliches Staatsdefizit.

    Saudi-Arabien hat seine Ölproduktion zuletzt massiv erhöht und dadurch zu dem Verfall des Ölpreises um rund 20 Prozent beigetragen. Grund dafür ist offenbar eine strategische Zusammenarbeit mit den USA, die Russland durch einen Ölkrieg in die Knie zwingen wollen.

    Im Rahmen dieser Verhandlungen erreichte Saudi-Arabien außerdem die Zusicherung der USA, die Ausbildung von Kämpfern gegen Assad zu verstärken, berichtete das Wall Street Journal. Die strategische Partnerschaft zwischen Saudi-Arabien und den USA scheint wieder intakt zu sein.

    Vor einem Jahr war Saudi-Arabiens König Abdullah noch wütend darüber gewesen, dass die USA damals einen Rückzieher machten und Syrien nach wochenlangen Drohungen dann doch nicht bombardierten. Von Anfang an ging es im Syrien-Krieg um den Zugriff auf Erdöl und Erdgas und um die Währung, in der diese Ressourcen bezahlt werden.

    Entscheidend war damals die Rolle Russlands, dass seine Flotte im Mittelmeer in Stellung brachte. Präsident Wladimir Putin konnte auf diese Weise einen Krieg der USA gegen das eng mit Russland verbundene Syrien verhindern.

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/das-amerikanisch-saudische-geheime-abkommen-ueber-syrien-eine-grosse-dummheit.html

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/10/11/usa-wollen-putin-mit-niedrigem-oel-preis-in-die-knie-zwingen/

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