Rohstoffe
Ölpreise sinken wieder

Das Auf und Ab beim Öl hält an. Auf die starken Gewinne vom Montag folgten Preiseinbußen am Dienstag. Grund dafür ist ein Bericht der Internationalen Energieagentur. Am späten Abend sorgten zudem die USA für Wirbel.

Singapur/New YorkEin unerwartet starker Anstieg der Rohölbestände in den USA hat den Ölpreis am späten Dienstagabend noch weiter in die Tiefe getrieben. Dem Branchenverband API zufolge legten die Reserven in der Woche bis zum 19. Februar um 7,1 Millionen Barrel zu, mehr als doppelt so stark wie die von Experten erwarteten 3,4 Millionen Barrel. Der Bestand betrug damit 506,2 Millionen Barrel.

Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent markierte nach der Veröffentlichung der API-Daten knapp fünf Prozent tiefer. US-Öl sackte sogar um sechs Prozent ab. Der Ölpreis hatte schon zuvor deutlich nachgegeben und dadurch die Aktienmärkte belastet.

Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 34,09 US-Dollar. Das waren 60 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 65 Cent auf 32,74 Dollar.

Händler sprachen von einer Gegenbewegung nach einem starken Anstieg der Ölpreise zum Wochenauftakt. Am Montag hatten Hoffnungen auf eine künftige Begrenzung der Ölschwemme den Preisen deutlich Auftrieb gegeben. Am Morgen hätten dann Aussagen der Internationalen Energieagentur (IEA) wieder für Verkaufsdruck am Ölmarkt gesorgt, hieß es aus dem Handel. Die IEA rechnet auch im kommenden Jahr mit einem Überangebot an Rohöl auf dem Weltmarkt.

Seit Monaten werden die Ölpreise durch ein zu hohes Angebot belastet. Experten gehen davon aus, dass die US-Ölreserven auf ein neues Rekordniveau steigen. Die US-Regierung wird die offiziellen Lagerdaten am Mittwoch veröffentlichen.

Gleichwohl glaubt die IEA in den kommenden Jahren eine Ausbalancierung von Angebot und Nachfrage. Der Preis könne bis 2020 dann wieder auf 80 Dollar steigen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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