Rohstoffe
Ölpreise steigen, Gold stagniert

Die USA sind neben China die größten Ölkonsumenten der Welt. Die sinkenden US-Ölreserven und die Stabilisierung der chinesischen Wirtschaft treiben die Ölpreise. Gold hingegen stagniert auf niedrigem Niveau.
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SingapurDer Ölpreis hat sich am Dienstag in relativ engen Spannen um den Vortagesstand bewegt. Zuletzt notierte die US-Sorte West Texas Intermediate kaum verändert bei 102,45 Dollar je Barrel. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent wurden 108,45 Dollar gezahlt, 0,3 Prozent weniger als am Montag.

Händler nannten unter anderem chinesische Wirtschaftsdaten als Gründe für die festere Tendenz. Das Geschäftsklima in China stabilisiert sich. Der endgültige Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC für das herstellende Gewerbe stieg im Mai von 48,1 Punkten im Vormonat auf 49,4 und erreichte damit den höchsten Stand seit vier Monaten. Zudem interessieren die Ölreserven der USA. Bei den am Mittwoch anstehenden Daten zu den Ölvorräten in den USA erwarten Analysten einen Rückgang von einem Beinahe- Rekordhoch. Die Bestände dürften in der vergangenen Woche um eine Million Barrel auf 392 Million Barrel gefallen sein, so die Prognose von Analysten in einer Bloomberg-Umfrage.

In Libyen ist die Ölproduktion auf 162.000 Barrel täglich gestiegen, wie Mohamed Elharari, ein Sprecher der National Oil Corporation, am Dienstag erklärte. „Das fundamentale Bild ist schwach”, sagte Gene McGillian, Analyst und Broker bei Tradition Energy in Stamford, Connecticut. „Es gibt mehr Öl aus Libyen und das belastet den Markt. Der Markt wartet auf die Lagerbestandsdaten morgen.”

Der Goldpreis verharrte weiterhin in der Nähe eines Viermonatstiefs. Die weiter nahe Rekordhochs notierenden Aktienkurse in den USA machen das Edelmetall als Anlagealternative weniger attraktiv. Zuletzt wurden für die Unze Gold 1243,44 Dollar gezahlt, das ist in etwa so viel wie am Vortag.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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