Rohstoffe
Ölpreise steigen leicht

Die Krisen auf der Welt konnten lange den Preis für Öl nicht treiben. Das hat sich diese Woche aber geändert: Der Preis ist wieder gestiegen. Trotzdem ist am Ölmarkt wenig von einer Angst vor Angebotsengpässen zu spüren.
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Frankfurt/SingapurDer erneute Vormarsch islamistischer Kämpfer im Irak und die anhaltenden Unruhen in Libyen haben Rohöl am Montag kaum verteuert. Die Ölpreise sind zu Beginn der neuen Handelswoche leicht gestiegen. Durch das aktuelle Überangebot könnten eventuelle kurzfristige oder geringfügige Lieferausfälle aus den beiden Staaten abgefedert werden, sagten Börsianer. Die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee und das US-Öl WTI notierten jeweils knapp im Plus bei 104,95 beziehungsweise 98,01 Dollar je Barrel. Das waren 24 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 10 Cent auf 97,98 Dollar.

Nach wie vor ist am Ölmarkt aber wenig von einer Angst vor Angebotsengpässen zu spüren. Marktanalyst Ric Spooner vom Brokerhaus CMC Markets sagte sogar einen weiteren Rückgang des Brent-Preises in Richtung der 100-Dollar-Marke voraus. Sollte sich die Lage im Irak oder Libyen allerdings deutlich verschlechtern und den Nachschub in größerem Umfang gefährden, könne es mit den Kursen aber schnell wieder aufwärts gehen, warnte Spooner.

In der vergangenen Woche waren die Preise trotz zahlreicher internationaler Konflikte, auch im ölreichen Nahen Osten, gefallen. Die Rohstoffexperten der Commerzbank machen dafür das reichlich vorhandene Angebot an Rohöl verantwortlich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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