Rohstoffe
Ölpreise steigen trotz Rezessionsängsten

Das Verbrauchervertrauen der USA ist deutlich eingebrochen - doch die Ölpreise sind dennoch leicht gestiegen. Einige Börsianer sind ratlos. Einer sagt: "Das macht für mich nicht wirklich Sinn."
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FrankfurtTrotz wachsender Rezessionsängste haben die Ölpreise am Dienstag angezogen. Das Fass US-Leichtöl der Sorte WTI kostete am Nachmittag mit 88,28 Dollar 1,2 Prozent mehr, Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 1,3 Prozent auf 113,37 Dollar. In den USA war das vom Conference Board berechnete Verbrauchervertrauens überraschend deutlich eingebrochen. Zwar grenzten die Terminkontrakte am Ölmarkt daraufhin zeitweise ihre Gewinne etwas ein, zogen dann aber rasch wieder an.

Börsianer in Frankfurt konnten sich den Preisanstieg nicht erklären. „Das macht für mich nicht wirklich Sinn“, sagte einer.

Händler in New York verwiesen auf den Tropensturm „Katia“ im Atlantik. Solche Tropenstürme entwickeln sich häufig zu einem Hurrikan. Wirbelstürme, die den ölreichen Golf von Mexiko bedrohen, haben in der Vergangenheit schon häufig Versorgungsängste ausgelöst und damit den Ölpreis in die Höhe getrieben. „Irene“ - der letzte große Wirbelsturm über dem Atlantik - hatte am Wochenende mit der Ostküste eine relativ ölarme Gegend getroffen.

Frankfurter Analysten war „Katia“ noch zu weit weg, um schon Preisbewegungen auszulösen. Noch sei nicht klar, welche Richtung der Sturm einschlagen werde und wie stark er überhaupt werde, erklärte ein Börsianer.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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