Rohstoffe
Ölpreise unter Druck

Der Ölpreis fällt weiter, denn das weltweite Angebot ist weiterhin deutlich größer als die Nachfrage. Grund ist die anhaltende Überproduktion des Ölkartells Opec.

SingapurDie Ölpreise haben am Dienstag an ihre schwache Entwicklung der vergangenen Handelstage angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 47,17 Dollar. Das waren 37 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel um 51 Cent auf 43,47 Dollar.

Nach Ansicht von Analysten klaffen die kurz- und längerfristigen Aussichten am Ölmarkt derzeit auseinander. Kurzfristig dürfte demnach das weltweite Angebot weiter deutlich über der Nachfrage liegen und Druck auf die Rohölpreise ausüben. Experten nennen als Gründe die anhaltende Überproduktion des Ölkartells Opec und die hohen Lagerbestände in den USA. Andererseits warnen Beobachter vor den Folgen geringerer Investitionen im Ölsektor infolge des Preisverfalls. Das würde für längerfristig steigende Ölpreise sprechen.

Algerien unterstützt den Vorschlag Venezuelas, ein Treffen der Opec-Mitgliedsstaaten im November einzuberufen, um über eine Erhöhung der Preise zu beratschlagen. Dies teilte Algeriens Außenminister, Ramtane Lamamra, in Paris mit. "Der aktuelle Ölpreis ist nicht befriedigend", sagte Lamamra nach seinem Treffen mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande am Montagabend. Mit der Erhöhung der Preise sollen die Investitionen im Ölsektor angekurbelt werden.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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