Rohstoffe Ölpreise von Konjunkturdaten kaum beeindruckt

Trotz überraschend guter Konjunkturdaten aus Japan tendieren die Ölpreise uneinheitlich. Besonders US-Öl verliert. Analysten erwarten auch weiterhin fallende Preise. Der Goldpreis verhält sich mit zum Nachmittag ähnlich.
Update: 16.05.2013 - 16:17 Uhr Kommentieren
Der Ölpreis kann am Dienstag leicht zulegen. Quelle: dpa

Der Ölpreis kann am Dienstag leicht zulegen.

(Foto: dpa)

SingapurDie Ölpreise haben am Donnerstagmittag keine einheitliche Tendenz aufgewiesen. Die US-Sorte WTI zur Lieferung im Juni holte im Handelsverlauf anfängliche Verluste auf und wurde zuletzt zu 94,24 Dollar gehandelt, ein Rückgang um 0,1 Prozent. Öl der Nordseesorte Brent wurde zu 103,97 Dollar gehandelt und damit 0,3 Prozent fester.

Signale wirtschaftlicher Schwäche haben die Sorgen einer geringeren Treibstoffnachfrage erhöht. Konjunkturdaten im Euroraum und in den USA waren am Vortag schwächer als erwartet ausgefallen. So war die US-Industrieproduktion im April so stark gesunken wie seit acht Monaten nicht mehr. Auch ein unerwartet starkes Wirtschaftswachstum in Japan habe die Kauflaune am Ölmarkt nicht wecken können, hieß es von Händlern. In der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt war das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal überraschend stark gestiegen.

„In den nächsten fünf Jahren sieht es am Rohölmarkt nicht eng aus“, sagte Torbjoern Kjus, Analyst bei DNB ASA in Oslo. „Die freien Kapazitäten werden steigen und ich erwarte, dass die Preise niedriger tendieren werden.“

Gold war bei 1376,05 Dollar je Unze 1,2 Prozent leichter und gab damit im Tagesverlauf deutlich nach. Die Unze Silber sank um ein Prozent auf 22,38 Dollar. Soros Fund Management LLC hatte seine Anteile an dem SPDR Gold Trust, dem größten goldunterlegten börsengehandelten Fonds, in den ersten drei Monaten reduziert, wie eine Pflichtmitteilung zeigte. Im gleichen Zeitraum sank die weltweite Goldnachfrage um 13 Prozent auf 963 Tonnen, meldete das World Gold Council am Donnerstag.

„Viele Anleger haben in Anschluss an die Finanzkrise 2008 Goldbestände aufgebaut. Wegen der Erwartung, dass die wirtschaftliche Erholung voranschreiten wird, könnten die Bestände der ETFs weiter sinken“, sagte Yang Xuejie, Analyst bei Galaxy Futures Co. „Es gibt bei niedrigeren Kursen immer Käufe von physischem Gold, aber sie reichen nicht, um den Markt nach oben zu treiben.“

  • dpa
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