Rohstoffe
Ölpreise weiter im Abwärtstrend

Die Ölpreise setzen am Mittwoch ihren Abwärtstrend fort. Grund scheinen neue Lagerdaten des American Petroleum Institute und die geringe Nachfrage zu sein. Seit Montag haben die Preise um etwa zwei Dollar nachgegeben.
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SingapurDie Ölpreise haben am Mittwoch ihren seit Wochenbeginn andauernden Abwärtstrend fortgesetzt. Händler nannten neue Lagerdaten des American Petroleum Institute (API) als Grund. Der Ölpreis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 94,62 Dollar, ein Abschlag von 0,8 Prozent. Öl der Sorte Brent wurde bei 102,37 Dollar gehandelt, 0,6 Prozent weniger als am Vortag.

Seit Montag haben die Ölpreise um etwa zwei Dollar nachgegeben. Treibender Faktor bleibt das Überangebot, wie auch neue Zahlen vom Dienstagabend zeigten. Laut API sind die Rohölvorräte der USA in der vergangenen Woche um knapp neun Millionen Barrel gestiegen. Das ist der größte Zuwachs seit über vier Jahren. Die US-Vorräte liegen derzeit in der Nähe historischer Rekordstände. Zugleich bleibt die globale Ölnachfrage konjunkturbedingt verhalten. Das drückt die Preise.

Gold notierte bei 1375,58 Dollar je Unze um 0,2 Prozent im Minus. Gold bewegte sich damit auf dem tiefsten Stand in knapp zwei Wochen. Die Erwartung, Notenbanken weltweit würden von weiteren Maßnahmen zur geldpolitischen Lockerung Abstand nehmen, setzten das Edelmetall unter Druck.

„Es sind die Erwartungen eines begrenzten Zeithorizonts bei den QE-Programmen“, sagte David Lennox, Analyst beim Prognosehaus Fat Prophets in Syndey. „Der Markt ist auf die Fed fixiert.“

Drei-Monats-Kontrakte auf Kupfer an der London Metal Exchange waren ebenfalls 0,2 Prozent im Minus und notierten bei 7050,75 Dollar je Tonne.

Die jüngste Aufwertung des Yen und der Kursverfall am japanischen Aktienmarkt macht Kautschuk-Investoren nervös. Der in Tokio gehandelte Terminkontrakt fiel am Mittwoch um bis zu 4,5 Prozent und war mit 237,40 Yen (1,85 Euro) je Kilogramm so billig wie zuletzt im September 2012. In ihrem Sog markierten die Futures in Singapur mit 2,31 Dollar (1,74 Euro) je Kilogramm ein Zwei-Monats-Tief. Die chinesischen Börsen blieben wegen eines Feiertages geschlossen. Angesichts eines steigenden Angebots bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage müsse mit einem weiteren Kursverlust gerechnet werden, sagte Analyst Toshitaka Tazawa vom Brokerhaus Fujitomi. Er halte einen Rückgang auf bis zu 216,50 Yen - das Tief von Anfang September 2012 - für möglich.




dpa 
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  • soll jemand erst einmal nachweisen, dass die Rohölpreise nicht genauso wie LIBOR, Forex, Edelmetalle, Staatsanleihen, Aktienindexfutures (Liste beliebig fortsetzen) bis zum geht nicht mehr manipuliert sind. Ich habe bis heute keine schlüssige Erklärung für den Preisabsturz von 150 auf 30$ 2008-09 gesehen, nachdem Goldman Sachs einen Preis von 200$ damals prognostizierte.

  • Ein fallender Ölpreis ist doch positiv für unsere Wirtschaft und Verbraucher. Wenn man sich die Steigerungen über die letzten 15 Jahre ansieht, so kann es nicht schaden wenn er mal um 20 bis 30 $ absackt. In dem Artikel wird der Eindruck erweckt -2 $ ist schon ein Problem.

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