Rohstoffe
Ölpreise ziehen an

Am Mittwoch waren die Ölpreise noch stark gesunken, heute geht es in die andere Richtung. Zum Wochenschluss steigen die püreise auf dem Ölmarkt. Ein Grund: Die Diskussionen um die Sanktionen gegen den Iran.
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SingapurDie Diskussionen über die Iran-Sanktionen haben die Ölpreise am Freitag angetrieben. Das Nordseeöl Brent verteuerte sich in der Spitze um 2,3 Prozent auf 57,86 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Preis für das US-Öl WTI stieg um bis zu 1,5 Prozent auf 51,56 Dollar. Zuletzt hatte das erwartete Ende der westlichen Sanktionen gegen den Iran den Ölpreis gedrückt, da dies das bestehende Überangebot an Öl vergrößern könnte. Händler halten eine schnelle Einigung mit dem Iran inzwischen für weniger wahrscheinlich.

Die Bundesregierung bremste zuletzt Forderungen der Wirtschaft und des Irans nach einer zügigen Aufhebung der westlichen Sanktionen gegen die islamische Republik. Vergangene Woche hatten sich die fünf UN-Vetomächte und Deutschland mit Teheran auf Grundzüge eines Atomabkommens geeinigt.

Umfassende Kontrollen der IAEA sollen sicherstellen, dass die Nutzung der Atomenergie durch den Iran dort nicht zum Bau von Atombomben führt. Nach Abschluss des Abkommens ist eine schrittweise Aufhebung der Sanktionen geplant. Am Donnerstag hatte das geistliche Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, aber ein sofortiges Ende der Sanktionen nach der Unterzeichnung des Abkommens gefordert.

„Die USA und die EU dürften der Forderung Khameneis kaum nachkommen, sondern eine graduelle Lockerung der Sanktionen befürworten“, hieß es bei der Commerzbank. Von daher sei es wieder fraglich, ob es Mitte des Jahres zu einer endgültigen Lösung im Atomstreit und einer Lockerung der Sanktionen noch in diesem Jahr kommen werde.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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