Rohstoffe
Opec beruhigt die Öl-Investoren

Am Ölmarkt entspannt sich die Situation ein wenig. Die Hoffnung auf mehr Opec-Öl beruhigt die Investoren, der rapide Anstieg des Ölpreises scheint vorerst gestoppt. Doch Entwarnung geben Experten nicht.
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SingapurDer Preis für die Nordsee-Ölsorte Brent hat sich am Mittwochvormittag stabilisiert. Rund eine Stunde nach Handelsstart an den europäischen Aktienmärkten wurden 113,31 Dollar je Fass gezahlt, nachdem der Preis im frühen Geschäft noch bis auf 112,16 Dollar gefallen war. US-Öl der Sorte WTI kostete 104,62 Dollar und damit noch 40 Cent weniger als im späten Vortagesgeschäft.

Eine Statistik des Branchenverbandes API hatte am Vorabend belegt, dass die US-Rohölbestände in der Vorwoche stärker als erwartet gestiegen waren. Nach wie vor sorgte am Ölmarkt die Aussicht auf einen Ausgleich der Lieferausfälle aus Libyen durch eine erhöhte Opec-Förderung für eine gewisse Entspannung.

Allerdings könnte die Krise in dem nordafrikanischen Land nach Einschätzung von Threadneedle-Fondsmanager Nicolas Robin das globale Ölangebot langfristig verknappen. „Aus der Geschichte wissen wir, dass Instabilität generell schlecht für die Ölproduktion ist“, sagte Robin. „So ist beispielsweise im Iran die Ölproduktion Ende der 70er Jahre massiv zurückgegangen und hat ihr Niveau der Vorrevolutionszeit immer noch nicht wieder erreicht. Das internationale Embargo hindert das Land, Technologie und Investments zu erhalten.“ Ein solches Szenario sei auch für Libyen denkbar, zumal ein Großteil der libyschen Ölinfrastruktur von Ausländern betrieben werde.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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