Rohstoffe
Politische Sorgen lassen Ölpreis steigen

Die Furcht vor steigenden Spannungen zwischen den USA und Iran haben den Ölpreis am Freitag zusätzlich angeheizt. Berichte über einen angeblichen Zwischenfall im Persischen Golf beförderten den Preis für ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI um 2,7 Prozent auf 119,20 Dollar. Das Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 2,5 Prozent auf 117,25 Dollar je Barrel.

HB FRANKFURT. Ein US-Containerschiff hat im Golf nach Angaben von Vertretern des US-Verteidigungsministeriums auf iranische Kleinboote geschossen. Es habe sich um Warnschüsse gehandelt, ein „ernsthafter Zwischenfall“ sei verhindert worden. Das iranische Fernsehen wies die US-Darstellung zurück. Es habe im Golf keine Konfrontation mit einem US-Schiff gegeben, das US-Feuer sei wohl auf nicht-iranische Boote gerichtet gewesen.

Bereits vor den Meldungen hatten Spekulationen auf eine Angebotsverknappung in Nigeria und der Nordsee dem Ölpreis einen Schub nach oben gegeben. Händlern zufolge legte der Ölpreis zu, nachdem eine Rebellengruppe sich zu einem Anschlag auf eine von Shell betriebene Ölpipeline in Nigeria bekannt und weiteren Attacken angedroht hatte. In der Nordsee hat BP wegen eines bevorstehenden Streiks in einer wichtigen schottischen Raffinerie eine Pipeline geschlossen, über die rund die Hälfte der britischen Ölförderung fließt.

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Experten erwarten weiterhin hohe Preise, weil die Nachfrage in Indien und China voraussichtlich schneller steige als die Nachfrage in den USA wegen der Konjunkturabkühlung zurückgehe. „Sofern die Opec die sich abzeichnende Angebotslücke nicht schließt, war das Rekordhoch von knapp 120 Dollar pro Barrel immer noch nicht das Ende der Fahnenstange“, prognostiziert LBBW-Rohstoffanalyst Frank Schallenberger. Die Feinunze Gold kostete am Abend 885,95 Dollar.

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