Rohstoffe
Preise für Öl und Gold fallen

Die Ölpreise sind am Montag weiter gefallen. Schwache Konjunkturdaten hätten die jüngste Rally beendet, sagen Experten. Auch beim Gold machten Anleger Kasse.

HB SINGAPUR. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai kostet 51,18 Dollar, das sind 1,20 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Freitag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai fiel um 86 Cent auf 51,12 Dollar.

Nach dem jüngsten Kursanstieg hätten Gewinnmitnahmen eingesetzt, sagten Händler. Zudem seien die Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung wieder in den Vordergrund getreten.

"Schwache Konjunkturdaten haben die jüngste Rally des Ölpreises beendet", sagte Händler Christopher Bellew von Bache Commodities in London. In den vergangenen beiden Wochen hat sich WTI um rund zehn Dollar je Fass verteuert und am Donnerstag erstmals in diesem Jahr die Marke von 54 Dollar überwunden. Börsianern zufolge sind weitere Rückschläge nicht ausgeschlossen. "Das Risiko besteht darin, dass einige OPEC-Mitglieder die Produktion wieder erhöhen, um vom zuletzt gestiegenen Ölpreis zu.

Auch beim Gold machten Anleger zuletzt Kasse. Die Feinunze (31,1 Gramm) verbilligte sich auf 925,50 Dollar. Damit lag das Edelmetall aber immer noch gut 120 Dollar über seinem Tief von Mitte Januar. "Gold hatte ein Riesen-Quartal", sagte Rohstoff-Stratege Nick Moore von RBS Global Banking & Markets. "Das hat die Gold-Atheisten verwirrt." Dennoch halte er die aktuelle Schwäche nur für vorübergehend. Die Experten von Barclays Capital urteilten ähnlich und nannten zunehmende Inflationsängste als Folge der expansiven Geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken sowie der Milliardenschweren Konjunkturprogramme als Stützungsfaktoren.

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