Rohstoffe
Rezessionsangst hält Ölpreis im Griff

Die Sorge vor einer Produktionskürzung der Opec-Staaten hat dem Ölpreis nur kurz neuen Schwung gegeben. Zu dominant ist die Furcht vor einer Rezession, die die Nachfrage nach Öl stark drücken dürfte.

HB FRANKFURT. Die Ölpreise sind am Dienstag um mehr als drei Dollar gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im November fiel auf 70,33 US-Dollar. Das sind 3,92 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Dezember sank um 3,69 Dollar auf 68,34 Dollar.

Die nach schwachen Unternehmenszahlen verstärkten Rezessionsängste hätten den Ölpreis nach seinen Vortagesgewinnen stark unter Druck gebracht, sagten Händler. Die Ankündigung einer Kürzung der Fördermenge durch die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hatte den Ölpreis am Montag noch auf mehr als 75 Dollar steigen lassen.

Die OPEC-Staaten werden sich an diesem Freitag in Wien zu einem außerordentlichen Treffen zusammenfinden. Beobachter erwarten eine Kürzung der Fördermenge um mindestens eine Million Barrel pro Tag. Das Treffen war in der vergangenen Woche überraschend vorgezogen worden.

Mittlerweile gebe es jedoch Zweifel, ob die OPEC eine mögliche Fördermengenkürzung tatsächlich umsetzen könnte, sagten Händler. Außer Saudi-Arabien wäre kaum ein Land in der Lage, die Fördermenge tatsächlich zu kürzen, da die anderen Staaten auf die Einnahmen angewiesen seien. Länder wie Venezuela und der Iran hatten zuletzt ihre Staatsausgaben erheblich gesteigert. Daher müsste Saudi-Arabien alleine die Last einer Preisstabilisierung tragen. Generell seien die OPEC-Staaten bei Förderkürzungen eher undiszipliniert.

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