Rohstoffe
Rohölpreis sinkt, Palladium auf Dreijahreshoch

Die Sorgen um weniger Öl-Lieferungen aus Russland gehen zurück: Rohöl stagnierte lange, gab am Nachmittag aber leicht nach. Der Goldpreis sinkt weiter – Aktien bleiben derzeit die Anlage der Wahl.
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Die Rohölpreise haben sich am Mittwoch über weiter Strecken seitwärts bewegt, am Nachmittag jedoch nachgegeben. Das Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete zuletzt 109,61 Dollar, 0,4 Prozent weniger als am Vortag. Der Preis für die US-Sorte WTI fiel um 0,4 Prozent auf 103,66 Dollar.

Sorgen, dass Lieferungen aus Russland wegen der jüngsten Eskalation des Konflikts in der Ostukraine gestört werden könnten, hatten zuletzt etwas nachgelassen. In den USA erwarten Analysten laut einer Bloomberg-Umfrage, dass die Öllagerbestände in der vergangene Woche um 500.000 Barrel gestiegen sind. Die offiziellen Lagerdaten werden am Donnerstag veröffentlicht, aufgrund des Feiertags am Montag einen Tag später als üblich.

„Wir haben Schwierigkeiten, anhaltende Anstiege zu begründen”, kommentierte Andrey Kryuchenkov von VTB Capital in London. Zwar würden die Risiken für das Rohöl die Preise stützen, jedoch „übertrifft das Angebotswachstum weiterhin einen mäßigen Anstieg der Nachfrage”.

Gold notierte am Kassamarkt mit 1261,71 Dollar je Unze knapp 0,3 Prozent leichter als am Dienstag. „Ich sehe keinen Grund, warum Gold höher notieren sollte”, sagte James Shelton von Kanaly Trust Co. in Houston am Dienstag. „Aktien sind weiter die Anlage der Wahl für die Investoren. Falls nicht die Inflation plötzlich steigt, würde ich auf niedrigere Goldpreise setzen.”

Palladium stieg um 0,2 Prozent auf 835,00 Dollar je Unze. Zwischenzeitlich erreichte das Metall die höchste Notierung seit August 2011. Seit Jahresbeginn hat das Metall 17 Prozent zugelegt, da Minenarbeiter in Südafrika seit Januar streiken. Der neue Bergbauminister des Landes wird sich mit den großen Fördererunternehmen treffen, nachdem diese keine Einigung mit der wichtigsten Gewerkschaft erzielen konnten. Der fundamentale Ausblick für Palladium sei unterstützend, „und ich glaube, das hat vor allem mit Südafrika zu tun”, kommentierte Ole Hansen von Saxo Bank A/S in Kopenhagen. „Die starke Dynamik lockt spekulative Mittel in das Metall, und wir sehen mit jedem neuen Hoch neue Käufe.”

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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