Rohstoffe
Rohstoffpreise rutschen kräftig ab

Der Preisverfall an den internationalen Rohstoffbörsen beschleunigt sich. Angesichts der Kurserholung des Dollar erlebte der Silberpreis am Freitag den größten Rückgang seit zwei Jahren. Gold kostete erstmals seit knapp acht Monaten weniger als 800 Dollar je Unze. Auch die Preise von Rohöl, Industriemetallen und verschiedenen Agrarrohstoffen gaben weiter nach.

NEW YORK. Da an den Warenbörsen der Welt traditionell in US-Währung abgerechnet wird, führt der nach jahrelanger Talfahrt wieder anziehende Dollar-Kurs zu Verkaufsorders. Für Investoren schwindet der Anreiz, sich mit Rohstoffinvestments gegen einen Wertverfall des Dollar abzusichern.

Verkaufsdruck bringt zudem die Befürchtung, dass sich die Weltkonjunktur abschwächen wird und damit die Nachfrage nach Rohstoffen zurückgeht. Im zweiten Quartal ist die Wirtschaftskraft des Euroraums erstmals seit der Euro-Einführung gesunken. Die US-Wirtschaft steht angesichts der Krise am Häuser- und Hypothekenmarkt weiter am Rande einer Rezession.

Nachdem die Preise von Rohöl und anderen wichtigen Industriefrundstoffen in bespiellose Höhen geklettert waren, befindet sich der Rohstoffmarkt inzwischen in einer deutlichen Korrektur. Der Rohstoffindex von Standard & Poor's und Goldman Sachs hat seit dem Rekordhoch vom 3. Juli 21 Prozent nachgegeben.

"Die Preise haben ein Hoch hinter sich", sagt Investmentexperte Marc Faber. "Ob es sich um das endgültige Rekordhoch handelt oder sich die Preise nur von einem zwischenzeitlichen Hoch zurückgezogen haben, ist allerdings noch nicht auszumachen. Es könnte jedoch weiter bergab gehen." Faber galt unter den Marktbeobachtern lange Zeit als Rohstoffguru. Wer seinem Rat zu Goldkäufen 2001 folgte, konnte seinen Einsatz bislang mehr als verdoppeln. 1987 machte er sich einen Namen, als er Investoren vor dem Aktiencrash am so genannten "Schwarzen Montag" zum Ausstieg aus US-Aktien riet.

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