Rohstoffe
Saudi-Arabien stützt die Ölpreise

Der Ölpreis stabilisiert sich auf niedrigem Niveau. Hoffnungen auf das Konjunkturprogramm Chinas und Lieferkürzungen des wichtigsten Ölexporteurs Saudi-Arabien stützen die Preise.

DÜSSELDORF. Die Rohölpreise haben zum Start in die neue Woche gleich von zwei Seiten Unterstützung erhalten. Vor allem das geplante Konjunkturprogramm Chinas schürte Hoffnungen, dass der befürchtete Nachfragerückgang nicht allzu stark ausfallen wird. Zusätzlich stützte die Preise die Ankündigung des weltweit größten Ölexporteurs Saudi-Arabien, seine Lieferungen nach Asien zu kürzen.

Am Spotmarkt übersprang der Preis für ein Barrel (159 Liter) Brentöl wieder die Marke von 60 Dollar und notierte damit gut fünf Prozent höher als am Freitag. Damit liegt der Preis aber immer noch weit unter seinem Rekordhoch von Anfang Juli. Damals kostete Brentöl mehr als 140 Dollar. Den monatelangen Preisrutsch hatte zuletzt die Organsiation Erdöl exportierender Staaten (Opec) immerhin gestoppt. Am 24. Oktober hatte das Ölkartell einen Produktionsschnitt von 1,5 Mio. Barrel am Tag beschlossen.

Während andere Kartellmitglieder ihre Kürzungen recht zügig bekanntgaben, hatte sich das größte und wichtigste Ölexportland Saudi-Arabien zurückgehalten. Opec-Präsident Chakib Khelil hatte Anfang November sogar das Land ermahnt, die Förderung zu senken. "Bis jetzt hat Saudi-Arabien seine Kunden nicht über die Reduzierung um fünf Prozent informiert, wie wir es beschlossen haben. Alle andere Mitglieder haben diesen Schritt bereits vollzogen", sagte Khelil.

Gestern gab zudem der saudische Ölkonzern Aramco bekannt, dass er seine Öllieferungen nach Asien ab Dezember um fünf Prozent reduzieren wird. Das Golf-Emirat Katar hat erneut die Wichtigkeit eines höheren Preises unterstrichen und bezeichnet über 70 Dollar als notwendig. Ein niedrigerer Preis würde Unternehmen und Ölproduzenten von Investitionen abhalten, sagte Öl-Minister Abdullah al-Attijah.

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