Rohstoffe
Schwacher Dollar hebt Goldpreis wieder über 1 000 Dollar

Der Goldpreis ist zum Wochenausklang wieder über 1000 Dollar gestiegen.

rtr FRANKFURT. Händlern zufolge sicherten sich Investoren mit Edelmetallkäufen gegen die Schwäche der US-Währung ab. Starke chinesische Exportdaten hatten die Konjunkturzuversicht der Investoren gestärkt, so dass sie sich vermehrt auch in als riskant geltende Anlagen trauten. In Folge fiel der Dollar, zu den Profiteuren zählte der Euro. Die Gemeinschaftswährung stieg auf bis zu 1,4627 Dollar und damit den höchsten Stand seit Dezember 2008.

Die Feinunze Gold verteuerte sich um bis zu 0,7 Prozent auf 1002,70 Dollar. Im Schlepptau stieg der Silberpreis auf ein Dreizehnmonatshoch von 16,93 Dollar je Feinunze.

Analysten zeigten sich skeptisch, dass der Goldpreis lange auf diesem Niveau verharren wird. Die Commerzbank-Analysten werteten es als relative Schwäche, dass die Notierungen nach dem Sprung über 1000 Dollar am Dienstag nicht weiter gestiegen waren. Verkaufsdruck drohe nun insbesondere von kurzfristig orientierten Anlegern, die auf einen starken Ausbruch nach oben spekuliert hatten.

Auch der Ölpreis ist nach Einschätzung von Experten trotz sich aufhellender Konjunkturperspektiven zuletzt weit gelaufen, so dass kurzfristiger Korrekturbedarf bestehe. Am Freitag verbilligte sich Fass US-Öl der Sorte WTI um 0,4 Prozent auf 71,63 Dollar, verbuchte auf Wochensicht aber einen Preisanstieg um 3,6 Dollar. Das Barrel Nordseeöl der Sorte Brent notierte mit 69,71 Dollar je Fass 0,2 Prozent tiefer.

"Dennoch dürfte der Preistrend bei vielen Rohstoffen mittelfristig weiter nach oben gerichtet sein", heißt es in einem Marktkommentar der LBBW. "Gerade bei Öl und bei Industriemetallen wird sich die Einstellung vieler Förderprojekte und die weiterhin schwierige Finanzierung neuer Investitionsvorhaben genau dann in stark steigenden Preisen niederschlagen, wenn die Nachfrage noch weiter anzieht."

Der Preis für die Tonne Kupfer blieb mit 63,15 Dollar nahezu unverändert. Im Kupferpreis seien bereits eine Menge guter Nachrichten enthalten, erklärte Rohstoffstratege Jesper Dannesboe von der Societe Generale.

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