Rohstoffe
Spekulation auf sinkende Förderung treibt Ölpreis

Spekulationen auf eine weitere Förderkürzung durch die Opec haben dem Ölpreis einen Schub nach oben gegeben. Der US-Ölpreis stieg über die Marke von 50 Dollar.

HB FRANKFURT. Spekulationen auf eine weitere Förderkürzung durch die Opec haben dem Ölpreis am Montag einen Schub nach oben gegeben. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um 3,5 Prozent auf 51,70 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent wurde 3,2 Prozent höher bei 50,79 Dollar gehandelt.

Der Ölminister Venezuelas, Rafael Ramirez, hatte am Wochenende gefordert, das Förderkartell solle am kommenden Samstag eine Kürzung der täglichen Produktion um eine Million Barrel beschließen. Seit seinem Allzeithoch von gut 147 Dollar pro Fass WTI im Juli ist der Ölpreis um mehr als 60 Prozent abgerutscht.

Marktteilnehmer erwarten jedoch keine schnelle Entscheidung. „Das Nachfrage-Szenario deutet darauf hin, dass wir eine weitere Kürzung benötigen. Aber es bleibt eine gewisse Skepsis im Markt, dass die Opec eine Entscheidung schon am Wochenende liefert“, sagte Händler Rob Laughlin von MF Global. Allerdings dürfte ein von einer Förderkürzung ausgelöster Preisanstieg nur von kurzer Dauer sein. „Angesichts der schlechten Konjunkturlage ist jedoch ein baldiger erneuter Rückgang unter 50 Dollar nach wie vor wahrscheinlich“, erklärte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg.

Kursgewinne an den Aktienmärkten zogen Händlern zufolge die Notierungen von Industriemetallen nach oben. „Der Markt könnte beginnen zu schauen, ob eine Talsohle erreicht hat“, sagte ANZ-Rohstoffanalyst Mark Pervan. Kupfer verteuerte sich um 6,6 Prozent auf 3774 Dollar je Tonne, wozu Händlern zufolge auch steigende Kupferimporte Chinas beitrugen. Die Notierungen für Zink, Aluminium und Blei stiegen zwischen 2,5 und 4,3 Prozent.

Gefragt bei Investoren war zu Wochenbeginn auch Gold. Die Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls verteuerte sich um 2,3 Prozent auf 817,40 Dollar. Analysten zufolge bleibt trotz des Rettungspaketes für die US-Bank Citigroup die Unsicherheit über die Stabilität des Finanzsystems bestehen. Deshalb würden Anleger Gold verstärkt nachfragen.

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