Rohstoffe
Steigende Ölpreise trotz Rekordförderung

Die USA produzieren so viel Öl wie seit 28 Jahren nicht mehr. Dennoch gehen Lagerbestände zurück, der Preis pro Barrel steigt. Die Ukraine-Krise und die Situation an Russlands Grenze sorgen weiter für Verunsicherung.
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SingapurDie Ölförderung in den USA ist in der vergangenen Woche nach Schätzungen des Energieministeriums auf ein neues 28-Jahres-Hoch geklettert. Insgesamt seien in der vergangenen Woche 8,43 Millionen Barrel Öl pro Tag gefördert worden - so viel wie zuletzt im Oktober 1986, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Allein an der US-Golfküste stiegen die Bestände um 2,3 Millionen Fässer auf ein Rekordhoch von 215,7 Millionen Barrel. Allerdings gingen die Bestände im Verteilerknotenpunkt Cushing in Oklahoma zurück, in der vergangenen Woche um insgesamt 590.000 Barrel.

Daher verharrte der Ölpreis auch deutlich im Plus. US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 102,44 Dollar je Barrel (159 Liter) 0,7 Prozent mehr als am Vorabend. Nordseeöl der Sorte Brent notierte mit 109,89 Dollar 0,6 Prozent höher. Nachfolgend die vom US-Energieministerium (EIA) ermittelten US-Öllagerbestände vom Mittwoch.


Die anhaltenden Spannungen in der Ukraine würden die Ölpreise weiter stützen, sagten Händler. Die ukrainische Übergangsregierung will am Mittwoch in Kiew einen „Runden Tisch zur nationalen Einheit“ ins Leben rufen. Vertreter der prorussischen Kräfte sind dazu jedoch nicht eingeladen. Im Nachmittagshandel könnten noch die Zahlen zu den Rohöl-Lagerbeständen in den USA den Markt bewegen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • S.g. Handelsblatt, Sie sind doch sonst meist in der Lage, tief und analytisch ins Dunkel der Vermutungen zu blicken. Nicht die Ukraine-Krise als solche ist die eigentliche Ursache, sondern, so meine feste Überzeugung, auch hier wieder werden die Polit-Amerikaner höchstes Interesse daran haben, auf Grund der eigenen Öl- und Gas-Probleme(zu niedrige Preise), die Preise nach oben zu manipulieren, indem sie Angst verbreiten. Das sind doch die ewigen "Spielchen" und Wirtschafts-Interessen der USA..! Und davon wird Russland ebenso profitieren, und die dummen Deutschen und alle Verbraucher, die sich von der Merkel vielleicht in ein übles Abenteuer stürzen lassen, werden dann auch wieder die "Gelackmeierten" sein..!

  • Zitat : Ukraine-Krise treibt Ölpreis in die Höhe


    - wenn die Gas- und Ölpipelines, die durch die Ukraine verlaufen von den Beteiligten des Bürgerkrieges gesprengt werden, gehen in Europa bei vielen die Lichter aus !

    Die fehlenden Energieträger werden dann auch eine Inflationsrate über 10 % erzeugen. Die Armut in Deutschland und Europa wird rapide ansteigen !

    Auf allen vieren werden dann die EU-Schmarotzer zum Putin hinkriechen und um Abhilfe betteln ! Er möge doch in die Ukraine einmarschieren, für Ordnung sorgen und die Pipelines wieder flicken lassen.

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