Rohstoffe
Turbulenzen in Ägypten beeinflussen Ölpreis

Große Ereignisse wirken teils über Ecken: Die Unruhen in Ägypten beeinflussen den Ölpreis weiter, auch wenn er vorerst leicht sinkt. Ägypten ist kaum relevanter Exporteur, doch es herrscht Sorge vor einem Flächenbrand.
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SingapurDie Ölpreise sind am Dienstag leicht gesunken. Der Anstieg in der vergangenen Woche erscheine wohl vielen Anlegern übertrieben, sagten Händler. Ein Barrel, das entspricht 159 Litern, der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am Morgen 107,11 US-Dollar. Das waren 32 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 16 Cent auf 102,98 Dollar.

Die jüngste Eskalation in Ägypten sorge jedoch weiter für hohe Nervosität am Markt, hieß es. Ägypten ist zwar kein entscheidender Ölproduzent, aber eine wichtige Durchgangsstation beim Transport des Rohstoffs. Beobachter fürchten ein mögliches Übergreifen der Auseinandersetzungen auf andere Staaten in der ölreichen Region im Nahen Osten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rohstoffe: Turbulenzen in Ägypten beeinflussen Ölpreis"

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  • Im Moment wird versucht, dem Iran das Geschäft zu versauen. Hintergrund: Der Iran verkauf sein Öl nicht mehr gegen US$, sondern gegen Gold. Daher wird im Moment versucht an beiden Rohstoffen zu manipulieren. China, als größter Abnehmer für Iranisches Öl bezahlt in Gold und kauft dieses gegen US$ ein. Vorteil für China, massive Verringerung der Dollarreserven. Weg mit dem grünen Klopapier. Nun wird versucht den Goldpreis zu manipulieren, was zur Folge hat, dass der Ölpreis wieder etwas anzieht.

    Ganz interessante Analyse dazu hier:
    http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2013/05/beim-crash-des-goldpreis-geht-es-um-den.html

    Unruhen interessieren an der Börse nur in sofern man daraus Profit schlagen kann und die Kleinanleger für dumm verkaufen kann!

  • Wer sagt denn, dass Peak Oil Propaganda ist?
    Man google mal "Export Land Model". Die Förderraten sind in wichtigen Exportländern - Norwegen & Nordsee, Mexiko, auch Ägypten - um bis zu 30 % gefallen. Es ist nun mal ein Fakt, dass Öl endlich ist. Und kurzzeitige Preismanipulationen sind möglich - die Problematik der wackeligen Wirtschaftlichkeit beim Fracking wurde ja schon angesprochen. langfristig müßte der Preis aber den Fundamentaldaten folgen.

  • Das ist der typische Unsinn, der einem erzählt wird, um Tagesschwankungen "erklären" zu können. Darüberhinaus soll wohl mittelfristig aufgrund der "Unruhen" in dieser Weltgegend der viel zu hohe Ölpreis "plausibel" erscheinen.

    Generell habe ich das Gefühl, daß der weltweite Ölpreis derzeit manipulativ oben gehalten wird, u.a. damit die Frackingblase in den USA "wirtschaftlich" ist, und gleichzeitig die Konkurrenz in Europa und China durch die hohen Preise konjunkturell abgewürgt werden (während USA-Märkte mit vergleichweise billigerem Frackinggas und Schieferöl und damit auch billigerem WTI versorgt werden können).

    Das war 2008 ähnlich, als mittels verstärkter "Peak-Oil"- Propaganda, Derivate-Manipulation und Nutzung von Tankschiffen als Speicher, sowie vermutlich politschem Druck auf die Ölförderländer der Ölpreis lange sehr hoch gehalten wurde - bis es dann - nach den Tibet-Unruhen in China und demzufolge aus China flüchtendem Kapital - Zeit war, den Crash zuzulassen, der u.a. die Ölpreise sehr rasch von fast 150 Dollar auf unter 40 drückte (wobei dann die Tankschiffe sich entleerten und die Peak-Oil-Propaganda plötzlich verstummte).

    Ich bin gespannt, ob es diesmal so ähnlich laufen wird.

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