Rohstoffe
US-Etatstreit drückt Öl- und Goldpreis

Der Goldpreis sinkt einem Vier-Monats-Tief entgegen, und auch Öl kostete am Freitagmorgen weniger als am Vortag. Grund ist Experten zufolge die Unsicherheit der Anleger wegen des US-Haushaltsstreits.
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FrankfurtDie verfahrene Situation im US-Haushaltsstreit hat die Investoren am Freitag vom Gold- und Ölmarkt vertrieben. Der Goldpreis fiel um 0,1 Prozent auf 1646 Dollar pro Feinunze und näherte sich damit dem tiefsten Stand seit vier Monaten. Der Preis für ein Fass Öl der Sorte Brent gab um 0,4 Prozent auf 109,74 Dollar nach, für US-Leichtöl wurde mit 89,25 Dollar ein Prozent weniger bezahlt.

"Momentan sind die Verhandlungen in den USA festgefahren", sagte Brian Lan, Direktor bei GoldSilver Central Pte in Singapur. Viele Anleger seien unsicher, ob sie jetzt in den Markt gehen sollten. "Vielleicht bauen die Investoren wieder Positionen auf, wenn es konkretere Nachrichten aus den USA gibt." Im Repräsentantenhaus verweigerten zahlreiche Republikaner am Donnerstag ihrem eigenen Vorsitzenden John Boehner die Gefolgschaft bei dem Versuch, mit einem Gesetz den Druck auf Präsident Barack Obama zu erhöhen.

Der sogenannte "Plan B" von Boehner sah vor, die Steuern nur für Einkommen ab einer Million Dollar steigen zu lassen, während Obama diese Schwelle bei 400.000 Dollar ansetzen will. Da aber mehrere Republikaner Steuererhöhungen generell ablehnen, scheiterte Boehner nun mit seinem Vorschlag in den eigenen Reihen. Damit wird es vor Weihnachten wohl keine Einigung mehr im US-Haushaltsstreit geben.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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