Rohstoffe: US-Ölpreis fällt unter 37 US-Dollar

Rohstoffe
US-Ölpreis fällt unter 37 US-Dollar

Der US-Ölpreis ist am Dienstag im asiatischen Handel unter 37 US-Dollar gefallen.

HB SINGAPUR/NEW YORK. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar kostete 36,71 US-Dollar - das sind 88 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Februar fiel um 39 Cent auf 42,52 Dollar.

Angesichts der immer trüberen Konjunkturaussichten fielen auch die Nachfrageerwartungen für Rohöl, sagten Händler. Zudem belaste auch die Einigung im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine den Ölpreis. Nach tagelangem Hin und Her soll an diesem Dienstag wieder russisches Gas durch die Ukraine in die Europäische Union strömen.

Händler hatten zu Wochenbeginn bereits auf immer neue Hiobsbotschaften zur Lage der Weltwirtschaft verwiesen. Vor allem der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag wirkte nach Einschätzung von Analysten nach. Demnach war die Arbeitslosenquote in der weltgrößten Volkswirtschaft - und dem größten Ölkonsumenten weltweit - im Dezember auf 7,2 Prozent gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit 1993. Das schürte die Sorge vor einer schwächeren Öl-Nachfrage und drückte die Preise.

Selbst die Aussicht auf weniger Öl aus Saudi-Arabien führte nicht zu steigenden Preisen. Das Land wegen des Ölpreis-Rutsches eine Produktionssenkung. Auch Iran hatte erklärt, dass die Opec bei ihrem nächsten Treffen im März erneut eine Senkung der Fördermengen vornehmen könnte, sollte der Ölpreis weiter zurückgehen.

Öl- und Minenwerte weiter schwach erwartet

Die Kursverluste bei den europäischen Öl- und Minenwerten könnten sich nach Einschätzung aus dem Aktienhandel am Dienstag weiter ausbauen. „Die Nachfrage nach Rohstoffen bricht geradezu weg“, sagte ein Händler. Auch das winterliche Wetter in vielen Regionen kann nicht verhindern, dass die Öl-Futures weiterhin auf Talfahrt sind.

Auch die Metall-Futures stehen unter Abgabedruck. An der Nymex fiel der Platin-Kontrakt mit Fälligkeit April um 3,1%, Palladium mit Fälligkeit März gab um 2,4% nach. Aber auch die Kupfer-Futures mussten Abschläge hinnehmen, der März-Kontrakt fiel an der Comex um 4,5%. Als Grund wird immer wieder genannt, dass die Nachfrage aus China verebbt sei, was das Aufwärtpotenzial begrenze. „Das Schlimmste sollte bei den momentanen Preisen allerdings auch eingepreist sein“, so ein Rohstoffhändler.

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