Rohstoffe
US-Ölpreis hält sich in der Nähe der 97-Dollar-Marke

Der Ölpreis verharrt kurz vor Jahresende knapp unter seinem Rekordstand von fast 100 Dollar pro Fass. Am Freitag trennten ihn noch drei Dollar von der noch vor wenigen Jahren als undenkbar geltenden Marke.

HB FRANKFURT. Für den jüngsten Preisschub sorgten Daten über niedrige Lagerbestände in den USA und die Sorge vor einer wachsenden globalen Unsicherheit nach der Ermordung der pakistanischen Oppositionsführerin Benazir Bhutto. Der Preis für ein Fass der US-Leichtölsorte WTI stieg zeitweilig auf ein Dreimonatshoch von 97,79 Dollar je Barrel, gab dann aber etwas nach. Am Mittag kostete ein Fass US-Leichtöl der Sorte WTI noch 96,50 Dollar. Nordseeöl der Sorte Brent notierte bei 94,53 Dollar je Fass.

Seit Jahresbeginn ist Rohöl - in Dollar gerechnet - fast 60 Prozent teurer geworden. Experten machen dafür das gestiegene Interesse an Rohstoffanlagen, Förderbeschränkungen der Opec und den schwachen Dollar verantwortlich. Dieser habe die Kaufkraft der Staaten gestärkt, die ihn nicht als Zahlungsmittel haben.

Die Ölpreis-Rally wurde allerdings dadurch gebremst, dass die Sorgen vor einer Abschwächung der Weltkonjunktur wegen der US-Hypothekenkrise zunahmen.

Die Krise nutzte dem als sicherer Anlagehafen geltenden Gold, das sich seit Anfang August um rund ein Viertel verteuerte. Auf Jahressicht legte der Goldpreis um 30 Prozent zu. Am Freitag kostete die Feinunze des Edelmetalls bis zu 834 Dollar, 1,2 Prozent mehr als im späten US-Handel. Analysten führten den Anstieg ebenfalls auf die von Pakistan ausgehende politische Unsicherheit zurück. Die Experten gehen von einem weiteren Anstieg des Goldpreises zu Beginn von 2008 aus.

Industriemetalle verbilligten sich zum Wochenschluss, was Analysten auf die schwachen US-Konjunkturdaten vom Donnerstag zurückführten. Kupfer verbilligte sich um ein Prozent auf rund 6800 Dollar je Tonne.

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