Rohstoffe
US-Ölpreis hat Marke von 90 Dollar durchbrochen

Sowohl der Öl- als auch der Goldpreis haben in der Nacht zum Freitag neue Höchststände markiert. Zur Begründung wird von Teilnehmern vor allem auf den weiter fallenden Dollar und steigende Sorgen um die politische Stabilität im Mittleren Osten verwiesen vor dem Hintergrund des jüngsten Bombenanschlags in Pakistan.

dpa-afx SINGAPUR. So kletterte der Goldpreis erstmals über die Marke von 770 USD und erreichte mit 771,50 USD je Feinunze ein neues 28-Jahreshoch. Der Ölpreis für die US-Sorte WTI zur Liefrung im November stieg im asiatischen Handel bis auf 90,02 USD und markierte damit ein Allzeithoch. An der Nymex hatte der Ölpreis am Vortag bereits den vierten Rekordschlussstand in den vergangenen fünf Sitzungen erreicht und mit 89,47 USD geschlossen. Gegen 6.36 Uhr MESZ notiert der Ölpreis bei 89,50 USD je Barrel, der Goldpreis beträgt 769,60 USD. Im Windschatten des Goldpreises legte auch der Platinpreis weiter zu und markierte mit 1.450,50 USD je Unze ebenfalls ein neues Rekordhoch.

Marktexperten berichten von andauernden spekulativen Käufen. Zur Begründung wird von Teilnehmern vor allem auf den weiter fallenden Dollar und steigende Sorgen um die politische Stabilität im Mittleren Osten verwiesen vor dem Hintergrund des jüngsten Bombenanschlags am Donnerstag in Pakistan. Der Dollar war am Vortag gegenüber dem Euro auf ein neues Allzeittief gefallen und hat damit seine schwache Tendenz der vergangenen Tage fortgesetzt. Aus fundamentaler Sicht sei der Anstieg des Ölpreises indes kaum mehr gerechtferigt, heißt es, wenngleich es Spekulationen über ein Angebots-Nachfrage-Defizit gebe.

Bereits am späten Donnerstagabend war der WTI-Preis auf ein neues Rekordhoch von 89,78 Dollar geklettert. Damit hat der US-Ölpreis in den letzten zehn Tagen um knapp zehn Dollar zugelegt. Händler haben in den vergangenen Tagen die anhaltende Kursrally vor allem mit den Spannungen zwischen der Türkei und kurdischen Rebellen im Nordirak begründet. Auch der weiterhin schwache Dollar treibe die Nachfrage der in der US-Währung gehandelten Ölprodukte, was die Ölpreise zusätzlich beflügele, hieß es.

Zugleich verweisen Analysten seit längerem auf spekulative Übertreibungen am Ölmarkt. Das derzeitige Preisniveau sei trotz einer engen Angebots-Nachfrage-Situation nicht gerechtfertigt und deutlich zu hoch. Merkliche Abwärtskorrekturen beim Ölpreis seien daher nicht auszuschließen.

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