Rohstoffhandel
Gold nimmt zu, Öl lässt nach

Der Goldpreis hat einen monatlichen Höchststand erreicht, auch Kupfer legt zum Wochenstart zu. Anleger nehmen allerdings ihre Ölgewinne mit und zwingen den Kurs in die Knie.
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FrankfurtDer Goldpreis ist am Montag um mehr als ein Prozent auf 1333 Dollar je Feinunze gestiegen. Das ist der bislang höchste Preis im August. In den vergangenen vier Handelstagen hat sich das Edelmetall um insgesamt 2,3 Prozent verteuert. Am Freitag hatte der weltgrößte Gold-ETF SPDR Gold Trust zum ersten Mal seit Mitte Juni Netto-Zuflüsse verzeichnet. Händlern zufolge hat das Anleger ermutigt, weiter zuzugreifen.

Das Geschäft mit ETFs spielt am Goldmarkt inzwischen eine große Rolle. Im bisherigen Jahresverlauf haben etliche Anleger Kapital aus Gold-ETFs abgezogen und damit wesentlich zum 20-prozentigen Preiseinbruch beigetragen. Viele Investoren schichteten ihr Geld um in Aktien, die als renditeträchtiger angesehen wurden.

Nach dem jüngsten Preisanstieg hat sich Öl zu Wochenbeginn wieder verbilligt. Das Fass europäisches Brent-Öl wurde 40 Cent günstiger zu 107,82 Dollar gehandelt. Amerikanisches WTI-Öl kostete 105,95 Dollar und damit zwei Cent weniger als im späten Vorwochengeschäft. Händler sagten, Investoren nähmen ihre Gewinne aus der Vorwoche mit und positionierten sich für wichtige US-Daten, die im Lauf der Woche anstehen. So dürften unter anderem die Inflationsrate und das von Thomson Reuters und der Universität Michigan erfasste Konsumklima neue Hinweise zum Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft geben. Damit liefern sie auch neue Signale bezüglich der weiteren Fed-Politik.

Der Kupfer-Preis stieg um 0,1 Prozent auf 7285 Dollar je Tonne. Händler sagten, aus technischer Sicht sei der Preis nach den jüngst hoffnungsvollen Konjunkturdaten aus China gut gestützt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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