Rohstoffhandel
Goldpreis legt wieder zu

Der US-Ölpreis kämpft weiter mit der Marke von 40 Dollar je Barrel. Nach dem Rückschlag am Mittwochabend hält er sich vorübergehend aber stabil. Dagegen kann Gold erneut zulegen und steigt auf rund 920 Dollar je Feinunze. Die Experten von Goldman Sachs haben ihre Prognose für das Edelmetall kräftig angehoben.

HB FRANKFURT. Der Ölpreis hat sich am Donnerstag kaum bewegt. Händler zahlten für ein Fass der US-Sorte WTI 40,35 Dollar. Die Nordseesorte Brent kostete 44,20 Dollar und damit fünf Cent mehr als am Vortag. Analysten verwiesen darauf, dass der Dollar etwas ins Hintertreffen geraten ist, was tendenziell den Ölpreis treibe.

"Seit Tagen hält sich der Ölpreis in einer sehr engen Handelsspanne, und die Volatilität ist deutlich nach unten gegangen", sagte LBBW-Analyst Frank Schallenberger. "Die Spanne zwischen 40 und 45 Dollar ist meiner Einschätzung nach der Boden, auf dem sich der Preis gerade eingependelt. Je länger das dauert, desto eher kann man davon ausgehen, dass der Preis wieder anziehen wird."

Thema am Markt blieben die sprunghaft gestiegenen US-Rohölvorräte, die einen deutlichen Nachfragerückgang wegen der trüben Konjunkturlage anzeigten. Die Rohöl-Vorräte des weltweit größten Energiekonsumenten waren in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit 18 Monaten gestiegen. Gut sieben Mio. Barrel wurden zusätzlich gelagert, Analysten hatten nur die Hälfte prognostiziert.

Edelmetalle waren gefragt. Der Goldpreis lag gut ein Prozent höher bei 920 Dollar je Feinunze. Händler begründeten den Preisanstieg damit, dass das Edelmetall im derzeit unsicheren Wirtschaftsumfeld von seinem Ruf als sicherer Hafen für die Geldanlage profitiert. Aus diesem Grund hoben die Analysten von Goldman Sachs auch ihre Prognose für den Goldpreis an auf 1 000 Dollar von 700 Dollar pro Feinunze.

Der Kupferpreis lag weitgehend unverändert bei 3



392 Dollar pro Tonne. "Ich bleibe weiter vorsichtig, weil die Lagerbestände immer noch steigen", sagte Robin Bhar von Calyon. Auch die Analysten von Morgan Stanley schlossen weitere Preisrückgänge nicht aus. "Bis zum Jahresende könnten sich die Lagerbestände wegen der schwachen Kupfernachfrage verdoppeln", prognostizierten sie in einer Studie.

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