Rohstoffhandel
Goldpreis steigt auf Sechs-Wochen-Hoch

Die neuerliche Schwäche des US-Dollars hilft dem Goldpreis auf die Sprünge. Die Notierungen für das Edelmetall steigen wieder deutlich über die Marke von 950 Dollar je Feinunze. Auch bei den Basismetallen zeigt der Preistrend nach oben. Am Ölmarkt geht es dagegen leicht abwärts.

HB FRANKFURT. Angesichts der anhaltenden Dollar-Schwäche ist der Gold-Preis am Donnerstag auf ein Sechs-Wochen-Hoch gestiegen. Die Feinunze (31,1 Gramm) des Edelmetalls verteuerte sich in der Spitze um ein knappes Prozent auf 956,50 Dollar. Fallende Dollar-Kurse nutzen Anleger außerhalb der USA häufig für Gold-Käufe, weil sich dadurch das Edelmetall für sie verbilligt. Der Euro hielt sich am Donnerstag nahe seinem Sieben-Wochen-Hoch zur US-Währung. Dass der weltgrößte börsennotierten Gold-Fonds (ETF) Gold verkaufte, spielte Börsianern zufolge dagegen keine Rolle.

Bei den Basismetallen sorgte die Hoffnung auf eine Erholung der Nachfrage für Unterstützung. Kupfer gab zwar geringfügig nach, blieb aber in Reichweite seines Neun-Monats-Hochs vom Vortag. Das unter anderem für Stromkabel und Wasserrohre verwendete Metall kostete 5 465 Dollar je Tonne.

Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg zufolge sind die jüngsten Kursgewinne nicht gerechtfertigt. Es fehle an den notwendigen Bestellungen der Industrie. „Für die kommenden drei bis sechs Monate rechne ich mit einer Korrektur, da die reale Nachfrage noch nicht vorhanden ist“, betonte er. Nickel stieg am Donnerstag zeitweise sogar um knapp zwei Prozent auf ein Zehn-Monats-Hoch von 16 550 Dollar je Tonne.

Dagegen sind in der Stahlproduktion eingesetzte Metalle Börsianern zufolge gefragt. „Viele Leute haben ihre Lagerbestände abgebaut und müssen sie wieder auffüllen“, sagte ein Händler. Molybdänoxid legte 16 Prozent zu. Ferro-Molybdän und Ferro-Vanadium kletterten auf Acht- beziehungsweise Sieben-Monats-Hochs.

Der Preis für Rohöl sank nach mehreren Tagen mit Preissteigerungen. Die beiden führenden Öl-Sorten Brent und WTI verbilligten sich um jeweils rund 0,5 Prozent auf 67 beziehungsweise 65,05 Dollar je Barrel (159 Liter). „Der Markt ist überkauft“, schrieben die Analysten von Barclays Capital in einem Marktkommentar. „Wir erwarten einen Kursrückgang auf 64 und 62,50 Dollar.“

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