Rohstoffhandel
Ölpreis fällt den fünften Tag in Folge

Die Rohölpreise fallen nun schon den fünften Handelstag in Folge. Vor allem der schwache Euro stellt eine Belastung für den Rohstoffmarkt dar.
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Der Ölpreis hat am Dienstag den fünften Handelstag in Folge nachgegeben. Die Rohölpreise sind „noch immer etwas zu hoch“, wie der saudische Ölminister Ali al-Naimi in Tokio erklärte. Auch der zum Dollar fallende Eurokurs wurde am Rohstoffmarkt als Belastungsfaktor genannt.

Der Preis der US-Rohölsorte WTI zur Lieferung im Juni war zuletzt um 1,6 Prozent niedriger als am Vortag bei 96,41 Dollar je Barrel. Das in Europa übliche Brent-Öl zur Lieferung im Juni war bei 111,29 Dollar um 1,6 Prozent billiger.

Die Blicke am Rohstoffmarkt waren bereits auf die wöchentlichen Lagerbestandsdaten in den USA am Mittwoch gerichtet, wo mit den höchsten Werten seit 21 Jahren gerechnet wird. In der letzten Woche wuchs der Lagerbestand einer Bloomberg-Umfrage zufolge um 1,9 Mill. Barrel auf 377,8 Mill. Barrel. Damit würde der Bestand so stark wie zuletzt im September 1990 wachsen und eine deutlich niedrigere Nachfrage nahelegen.

„Die Saudis lehnen sich weit aus dem Fenster und sagen, dass der Ölpreis noch immer zu hoch ist. Sie werden vermutlich die Produktion daher weiter anheben“, sagte Rohstoffhändler Phil Streible von RJO Futures in Chicago voraus. Überdies drücke derzeit der schwache Euro die Notierungen. Das Ergebnis der Wahlen in Griechenland macht eine Regierungsbildung schwierig und sorgt für Verunsicherung, die den Euro belaste, hieß es am Markt.

Gold stand am Kassamarkt ebenfalls unter einem ungewöhnlich starken Abgabedruck. Die Notierung sank um 2,2 Prozent auf 1.601,77 Dollar je Unze. Es waren die schwersten Verluste für Gold seit mehr als einem Monat. Kursgewinne beim Dollar dämpften die Nachfrage nach Gold als alternativer Anlage zu Gunsten des Dollar und zu US-Staatsanleihen. Auch die Notierungen für Silber und Kupfer gaben deutlich nach. Der Kassapreis für das Industriemetall Palladium fiel um 3,5 Prozent.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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