Rohstoffmärkte aktuell
Nickel auf Rekordhoch

Weiter schrumpfende Lagerbestände haben am Freitag den Preis für Nickel auf ein Rekordhoch getrieben. Händler äußerten sich aber skeptisch zu den weiteren Aussichten für das Basismetall.

HB FRANKFURT. „Auch wenn es nach einem unaufhaltbaren Höhenflug aussieht, etwas wird den Preis wieder herunterziehen“, warnte ein Analyst. Ein anderer erklärte, das Vertrauen der Anleger in die Basismetalle kehre wieder zurück.

Der Nickelpreis zog um mehr als zwei Prozent auf ein Allzeithoch von 48.500 Dollar je Tonne an, bröckelte bis zum Mittag aber wieder leicht ab. Die Vorräte bei der Londoner Metallbörse fielen um 30 Tonnen auf 3564 Tonnen, von denen aber tatsächlich nur 2418 Tonnen - weniger als der tägliche weltweite Bedarf - auf dem Markt verfügbar ist. Nickel wird für die Stahlherstellung benötigt und hat seit Jahresbeginn 45 Prozent an Wert gewonnen.

Auch der Kupferpreis setzte den Aufwärtstrend fort und kletterte um etwa ein Prozent auf 6580 Dollar je Tonne. Die Vorräte bei der Börse gaben erneut nach und fielen um 1725 Tonnen auf 194.400 Tonnen, was dem weltweiten Bedarf von vier Tagen entspricht. Kupfer wird vor allem für die Herstellung von Stromkabeln und Wasserrohren verwendet.

Am Ölmarkt bewegten sich die Preise am Freitag kaum. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai stieg um 0,2 Prozent auf 60,84 Dollar. Das Fass US-Leichtöl WTI zur Lieferung im April - der Terminkontrakt läuft am nächsten Dienstag aus - kostete 57,73 Dollar und damit 0,3 Prozent mehr als am Vorabend. Der Mai-Kontrakt notierte ähnlich wie Brent bei über 60 Dollar. Die Opec hatte sich bei ihrem Treffen in Wien am Vortag wie erwartet gegen eine Ausweitung der Ölproduktion ausgesprochen. Zugleich hatten sich die Mitglieder des Ölkartells aber besorgt über die jüngsten Kurseinbrüche an den weltweiten Aktienmärkten und die zuletzt stark unter Druck geratene US-Währung geäußert.

Der Goldpreis stieg vor der Veröffentlichung neuer US-Konjunkturdaten um ein Prozent auf über 650 Dollar je Feinunze. Der Rückgang des Dollar habe die Anleger wieder in das als sicherer Hafen geltende Edelmetall gelockt, sagten Händler.

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