Rohstoffmärkte
Öl- und Goldpreis sinken

Zum Jahresbeginn sinkt der Ölpreis wieder. Der Markt ignoriert jetzt offenbar die Probleme im Gazastreifen und in der Ukraine. Auch Gold verbilligt sich.

HB LONDON/NEW YORK/WIEN. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar kostete 41,73 Dollar und damit 2,87 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Mittwoch, dem letzten Handelstag 2008. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Februar sank über den Jahreswechsel um 3,31 Dollar auf 42,28 Dollar.

Die Verluste seien vor allem eine Reaktion auf die Kursrally am letzten Handelstag im vergangenen Jahr, sagten Händler. Am letzten Tag des abgelaufenen Jahres hatten die Ölpreise zunächst noch kräftig um über acht Dollar zugelegt. Marktbeobachter begründeten dies mit überraschend schwachen Öllagerdaten aus den USA. Zwar hatten die Lagerbestände an Rohöl, Benzin und Destillaten (Heizöl, Diesel) zugelegt, allerdings schwächer als erwartet. Diese geringere Raffinerie-Aktivität wurde aber durch eine ebenfalls schwache Nachfrage teils ausgeglichen.

Die Ölpreise dürften auch künftig eher unter Druck bleiben, sagten Händler. Der in den USA am Nachmittag zur Veröffentlichung anstehende Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe dürfte einen weiteren Rückgang der Wirtschaftsaktivität und damit auch der Ölnachfrage signalisieren. In der Eurozone ist der Einkaufsmanagerindex im Dezember auf ein neues Rekordtief gefallen.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen weiter gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag kostete ein Barrel aus den Fördergebieten des Kartells am Mittwoch 35,58 US-Dollar und damit 63 Cent mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren täglichen Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten der Mitgliedsländer.

Auch der Goldpreis sank am Freitag. Die Richtung gäben der Ölpreis und der etwas stärkere Dollar vor, sagte ein Marktteilnehmer. Mit Gold sichern sich viele Investoren gegen Inflationsgefahren ab. Bei einem sinkenden Ölpreis und einem steigenden Dollar ist das Edelmetall daher weniger gefragt. 871 Dollar kostet die Feinunze (31,1 Gramm) und damit ein Prozent weniger als am vorangegangenen Handelstag. Kupfer notierte mit 3115 Dollar je Tonne etwas höher.

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