Rohstoffmärkte
Öl- und Goldpreis weiter gesunken

Die Preise für Öl und Gold fallen weiter. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet im Moment etwas mehr als 106 Dollar, das Edelmetall liegt bei 1.545 Dollar. Der Grund für den Preisrückgang ist der schwache Eurokurs.
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Frankfurt, SingapurDie Ölpreise haben am Mittwoch im asiatischen Handel ihre Kursverluste vom Vortag ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsekesorte Brent zur Auslieferung im Juli kostete 106,38 US-Dollar. Das waren 33 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 40 Cent auf 90,36 Dollar.

Vor allem der gesunkene Eurokurs laste auf den Ölpreisen, sagten Händler. Von der Schuldenkrise in der Eurozone gehe weiter ein hohe Unsicherheit aus, sagten Händler. Vor allem die Bankenkrise in Spanien sorge für eine hohe Risikoabneigung. Zudem laste die weiterhin reichliche Versorgung der US-Wirtschaft mit Rohöl auf den Preisen.

Gleichzeitig Für Anleger aus Euroländern werden andere zumeist in Dollar gehandelten Rohstoffe teurer. „Die Investoren machen um Gold, Kupfer oder Öl also lieber einen Bogen,“ erklärte ein Händler.

Kupfer verbilligte sich um mehr als ein Prozent auf 7.588 Dollar je Tonne, der Goldpreis gab um bis zu 0,6 Prozent auf 1.545 Dollar je Feinunze nach.

„Wir haben eine Vertrauenskrise,“ sagte Ric Spooner, Analyst bei CMC Markets. Die Angst vor einer Ansteckungsgefahr werden mit den Problemen im spanischen Bankensektor immer größer. Angesichts der Belastungen für den Finanzsektor, die vor allem auf eine geplatzte Preisblase am Immobilienmarkt zurückgehen, bezweifeln viele Experten inzwischen, dass Spanien auf Dauer ohne Unterstützung der Euro-Partner auskommen kann.

Der Kupferpreis hat seit Monatsanfang knapp zehn Prozent verloren. Der Goldpreis gab um sieben, die Preise für Brent und WTI um mehr als elf beziehungsweise 14 Prozent nach.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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