Rohstoffmärkte
Ölpreis bricht nach Sturmabschwächung ein

Der sich abflauende Hurrikan „Gustav“ hat am Montag den Rohölpreis stark unter Druck gebracht. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl fiel zeitweise um rund vier Prozent. Die Notierung für ein Fass Nordsee-Öl der Sorte Brent brach noch stärker ein und rutschte vorübergehend unter die Marke von 110 US-Dollar.

HB LONDON Die Futures auf Rohöl haben am Montagnachmittag kräftig nachgegeben. Zuvor hatte sich der Tropensturm "Gustav" auf einen Hurrikan der Kategorie zwei abgeschwächt. Dadurch sei das Risiko, dass Produktionsanlagen im Golf von Mexiko beschädigt werden, deutlich gesunken, hieß es von Händlern. Marktteilnehmer führten neben der Abschwächung des Sturms auch Sorgen über die globale Konjunktur als Grund für den Preisrutsch beim Öl an.

An der Nymex in New York sank der Oktober-Kontrakt für Light Sweet Crude gegen 16.40 Uhr MESZ um gut 3 US-Dollar auf unter 111 US-Dollar/Barrel. Allerdings sei das Handelsvolumen wegen des US-Feiertags "Labour Day" gering gewesen. Bis Klarheit über etwaige Sturmschäden an den Produktionsanlagen im Golf von Mexiko herrsche, werde es einige Tage dauern, mahnte ein Analyst. Der Preisrückgang schon im Vorfeld dessen zeige deutlich, wie bearish der Markt mittlerweile sei. "Offenbar wird es doch rasch unter 100 US-Dollar gehen", meinte der Beobachter.

An der ICE in London gab der Oktober-Kontrakt für Rohöl der Nordseesorte Brent um 4,40 US-Dollar auf 109,20 USD/Barrel nach. Damit unterschritt der Kontrakt die zuletzt bereits mehrfach getestete Unterstützung in Form einer Fibonacci-Marke bei rund 110,50 US-Dollar. Gasöl zur Lieferung ebenfalls im Oktober brach um 39,25 US-Dollar ein und lag mit 998,50 US-Dollar/t wieder im dreistelligen Bereich.

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