Rohstoffmärkte
Ölpreise sinken nach kräftigem Vortagessprung leicht

HB NEW YORK/LONDON/WIEN. Der US-Ölpreis ist am Donnerstag nach dem Höhenflug am Vortag wieder gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI zur Juni-Auslieferung wurde am Mittag mit 65,37 Dollar gehandelt. Das waren 47 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank zuletzt um 44 Cent auf 68,13 Dollar. Am Vortag hatte ein unerwartet kräftiger Rückgang der US-Benzinlagerbestände den Ölpreis deutlich in die Höhe getrieben.

Händler begründeten den leichten Rückgang mit möglichen Fortschritten im Streit um das iranische Atomprogramm. Im internationalen Konflikt um das umstrittene iranische Nuklearprogramm haben die Europäische Union und der Iran ihren Willen nach einer Verhandlungslösung bekräftigt. "Es ist der Wunsch beider Seiten, das Problem auf diplomatischem Wege zu lösen", sagte der EU-Außenbeauftragte Javier Solana nach einem Treffen mit dem iranischen Chefunterhändler Ali Lardischani. Die Gespräche sollten in Kürze fortgesetzt werden.

"Die Kurse sind bei geringen Umsätzen etwas gesunken", sagte Händler Christopher Bellew von Base Commodities. Die Gespräche zwischen der EU und dem Iran über das umstrittene iranische Nuklearprogramm seien gut verlaufen, hieß es. Ein kräftiger Ölpreisrückgang sei angesichts der geringen Benzin-Lagerbestände aber nicht zu erwarten. In den USA steht die Hauptreisezeit bevor.

Gesunken ist auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec). Ein Barrel kostete am Mittwoch 63,50 Dollar und damit 26 Cent weniger als am Vortag, teilte das Opec-Sekretariat am Donnerstag in Wien mit. Die Opec berechnet den so genannten Korbpreis auf Basis von elf wichtigen Sorten des Kartells.

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