Rohstoffmärkte
Rohöl WTI fällt unter 100 Dollar

Es ist der dritte Tag mit Verlusten und die längste Abwärtsphase seit zwei Monaten: Der Ölpreis der Sorte WTI ist unter 100 Dollar gefallen. Der Goldpreis indes steigt auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr.
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An den Rohstoffmärkten ist der Ölpreis WTI am Mittwoch unter die Marke von 100 Dollar gesunken und anschließend weiter gefallen. Es war der dritte Tag mit Verlusten und damit die längste Abwärtsphase seit zwei Monaten.

Als Grund galten die Lagerbestandsdaten des Washingtoner Energieministeriums, die einen Anstieg der Rohölbestände in den USA um unerwartet deutliche 6,2 Mio. Barrel ergaben. Eine Bloomberg-Umfrage hatte zuvor am Markt die Erwartung von 2 Millionen Barrel ergeben. Auch die Sorge um das Wachstum in China spielte eine bremsende Rolle, hieß es am Markt.

Der April-Kontrakt für WTI fiel um 2,3 Prozent auf 97,75 Dollar je Barrel und damit auf den tiefsten Stand seit mehr als vier Wochen. Die Nordseesorte Brent war am Terminmarkt mit 108,28 Dollar je Barrel 0,3 Prozent billiger.

Der Markt stehe unter Druck, stellte Analyst und Broker Gene McGillian von Tradition Energy in Stamford, Connecticut fest. Die Lagerbestände würden voraussichtlich weiter zunehmen.

Der Goldpreis hat sich unterdessen weiter erholt. Am Kassamarkt gewann die Notierung 1,2 Prozent auf 1364,37 je Feinunze und stieg damit auf das höchste Niveau seit nahezu sechs Monaten. Die Sorge um das Wachstum in China und die Spannungen in der Ukraine stützten die Nachfrage nach Gold als Wertspeicher.

Analyst Abhishek Chinchalkar von AnandRathi Commodities Ltd. in Mumbai sagte für die kommenden Tage bei der Goldpreisentwicklung eine enge Korrelation mit den Ereignissen um die Krisenregion Ukraine voraus. Dabei sei kaum mit Einsetzen eines neuerlichen Goldpreisverfalls zu rechnen.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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