Rohstoffmärkte
Zyklon „Gonu“ treibt die Ölpreise

Der Zyklon „Gonu“ hat die Ölausfuhr aus dem Oman zum Erliegen gebracht. Die Anlagen zum Öl- und Gasexport bleiben nach Angaben eines Exporteurs noch mindestens bis Donnerstag geschlossen.

HB DUBAI. „Alles ist heruntergefahren und die Terminals bleiben noch mindestens bis morgen zu“, sagte ein Exporteur am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 213 Stundenkilometern könnte „Gonu“ der stärkste Sturm seit 30 Jahren sein, der über den Oman hinweggefegt ist.

Ein Meteorologe des US-Militärs warnte davor, die Straße von Hormus in den nächsten 48 Stunden mit Schiffen zu befahren. Damit können Öltanker in dieser Zeit den Golf nicht sicher verlassen.

Die Verzögerungen bei den Öllieferungen trieben den Ölpreis in der Spitze auf knapp 71 Dollar. Im Laufe des Tages gab er jedoch wieder nach. Ein Barrel (159 Liter) Nordsee-Öl der Sorte Brent notierte am Mittag mit 70,35 Dollar knapp unter dem Vortagesniveau. Leichtes US-Öl kostete mit 65,49 Dollar zwölf Cent weniger als am Dienstag. Die größten Auswirkungen des Sturms seien die Einschränkungen bei den Lieferungen, sagte Andrew Harrington von ANZ Bank. Seiner Einschätzung nach ist wohl nicht damit zu rechnen, dass die Ölförderanlagen durch den Sturm beschädigt wurden.

Vom mittlerweile geschlossenen Exporthafen Mina al Fahal im Oman werden täglich etwa 650 000 Barrel Rohöl ausgeliefert. Der Hafen Sur ist Ausgangspunkt für jährlich zehn Mill. Tonnen Flüssiggas. Auch andere Einrichtungen sind geschlossen. Die Börse bleibt bis Sonntag zu. Der Flugbetrieb wurde ebenfalls eingestellt.

Die Exporte aus dem nahe gelegenen Iran sind nach Angaben eines Managers der staatlichen Ölfirma dagegen nicht beeinträchtigt. Auch Saudi Arabien geht nach Angaben vom Dienstag nicht davon aus, dass seine Ölanlagen beschädigt werden.

Am Dienstag hatte nach Angaben des Sturmwarnungszentrums des US-Militärs der Sturm eine Spitzengeschwindigkeit von 213 Stundenkilometern erreicht. Er war als Hurrikan der Stufe fünf eingestuft, das ist die oberste Stufe. Am Mittwoch schwächte sich „Gonu“ jedoch wieder ab.

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