Rohstoffmarkt
Öl und Industriemetall werden teurer

Nicht nur bei Gold, das heute im europäischen Handel ein Rekordhoch bei 1 132,95 Dollar markierte, nennen Experten die anhaltende Schwäche der US-Währung als Grund. Der Dollar-Verfall treibt auch die auch die Preise für andere Metalle und Öl in die Höhe.
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HB FRANKFURT. In Euro gerechnet ist Gold mit rund 756 Euro so teuer wie seit Anfang März nicht mehr. Auch die in Dollar gerechneten Preise für Platin und Palladium sowie für Silber zogen heute um je etwa zwei Prozent an. Der Platin-Preis erreichte mit 1 426,50 Dollar je Feinunze das höchste Niveau seit September 2008, während Palladium mit 362 Dollar so hoch wie seit 15 Monaten nicht mehr notierte. Silber verteuerte sich bis auf 17,84 Dollar. Der niedrige Dollarkurs - für einen Euro sind derzeit knapp 1,50 Dollar zu zahlen - macht die Rohstoffe generell für Anleger aus dem Nicht-Dollar-Raum günstiger. Beim Gold kommt zudem die Angst vor Inflation dazu.

Die Tonne Kupfer verteuerte sich um zwei Prozent auf 6 681 Dollar. "Die Ausgangslage für steigende Metallpreise ist gut", sagte William Adams, Analyst bei BaseMetals.com. Unterstützt wurde der Preis Analysten zufolge von den Wachstumsdaten aus Japan, der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Die japanische Wirtschaft war im dritten Quartal das zweite Vierteljahr in Folge gewachsen. Mit 1,2 Prozent lag das Plus im Bruttoinlandsprodukt zudem klar über den durchschnittlichen Analystenschätzungen von 0,7 Prozent. Laut Commerzbank stützt auch schlechtes Wetter in China die Preise. "Die starken Schneefälle im Norden des Landes schüren die Befürchtungen, dass es ähnlich wie Anfang 2008 nach den Unwettern zu Produktionsausfällen kommen könnte", warnten die Analysten.

Der Ölpreis zog ebenfalls wieder an und machte einen Teil der Vorwochenverluste wett. Das Fass (159 Liter) US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 77,15 Dollar ein Prozent mehr als am Freitagabend in New York. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich auf 77,18 Dollar.

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