Rohstoffmarkt
Ölpreis steigt in Richtung 74 Dollar

Im Zuge der Erholung an den Aktienmärkten hat am Donnerstag auch der Ölpreis zugelegt. Zusätzlich gestützt wurde der Preisanstieg Händlern zufolge durch einen unerwartet deutlichen Rückgang der Rohöl- und Benzinvorräte in den USA.

HB FRANKFURT. Ein Barrel (Fass zu 159 Litern) leichtes US-Rohöl verteuerte sich um 20 Cent auf 73,71 Dollar. Die in Europa führende Nordseesorte Brent kostete mit 72,18 Dollar fünf Cent mehr als im US-Handel.

Einen unerwartet hohen Rückgang der US-Rohölvorräte in der vergangenen Woche führten Analysten auf Einfuhr-Verzögerungen zurück, die durch den Sturm „Dean“ verursacht worden seien. Die Benzinvorräte sind so niedrig wie noch nie. Analysten gehen davon aus, dass sich die weltweite Öl-Nachfrage in diesem Jahr fast verdoppeln dürfte auf 1,41 Mill. Barrel pro Tag. Für 2008 prognostizierten 21 von Reuters befragte Analysten im Schnitt einen weiteren Nachfrageanstieg auf 1,56 Mill. Barrel pro Tag.

Deutliche Preissteigerungen gab es bei den Agrar-Rohstoffen. Weizen war so teuer wie noch nie. Händler erklärten dies damit, dass knapper werdende Ressourcen auf eine zunehmend lebhafte Nachfrage treffen. Chicago-Weizen - die neben dem Kansas-Weizen wichtigste Sorte - kostete zeitweise 7,67-3/4 Dollar je Scheffel (Fass zu 35 Litern). „Es gab keine neuen Nachrichten, aber alle unterstützenden Faktoren wie starke Exportnachfrage und weltweit fallende Aktienkurse sind wieder Thema“, sagte ein Weizen-Händler in Seoul.

Weizen ist vor Mais der wichtigste landwirtschaftliche Rohstoff. Das Hauptanbaugebiet von Chicago-Weizen liegt in den feuchteren Regionen, die sich von Mitteltexas bis zu den Großen Seen und dem Atlantik erstrecken. Das Mehl aus Chicago-Weizen wird überwiegend für Kuchen, Kekse, Snacks und Cracker verwendet.

Gold verbilligte sich auf 664,40 Dollar je Feinunze nach 666,80 Dollar im späten US-Geschäft. Der Preis für das Edelmetall schwankt seit Wochen in einer relativ engen Handelsspanne. Händlern zufolge scheuen sich Investoren angesichts der globalen Turbulenzen an den Finanzmärkten davor, große Positionen in einer Anlageklasse einzugehen.

Kupfer kostete zuletzt 7321 Dollar je Tonne und damit 59 Dollar weniger als am Vorabend.

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