Rohstoffmarkt
Ölpreise unter Druck

Trotz der dramatischen Preiseinbrüche produzieren die USA so viel Öl wie seit mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr – das belastet weiter den Markt. Zumindest in den Vereinigten Staaten.
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SingapurDie Ölpreise haben sich am Dienstag zunächst uneinheitlich entwickelt. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate bewegte sich weiter in der Nähe eines Sechsjahrestiefs. Am Morgen kostete ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 54,06 US-Dollar und damit 12 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein WTI-Fass zur Lieferung im April fiel um 16 Cent auf 43,71 Dollar.

Trotz des Preiseinbruchs um über die Hälfte seit vergangenem Sommer liegt die US-Ölproduktion so hoch wie seit mehr als drei Jahrzehnten nicht mehr und belastet damit die Preise. Die Schieferölindustrie hat bisher nur kleinere und wenig ertragreiche Bohrungen aufgegeben und dafür laut Beobachtern die Produktion an ergiebigeren Standorten ausgeweitet.

Das Opec-Mitglied Algerien hat zuletzt einen neuen Anlauf genommen, unter den übrigen Mitgliedern des Ölkartells für Maßnahmen zur Stützung der Preise zu werben. Die Opec hat wegen der in den vergangenen Jahren stark gewachsenen US-Produktion jedoch an Bedeutung verloren.


Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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