Rohstoffmarkt
US-Ölpreis gefallen

Die Herabstufung des Hurrikans Ernesto zu einem Tropensturm hat Rohöl am Montag deutlich billiger gemacht. Ein Barrel (159 Liter) US-Rohöl zur Lieferung im Oktober kostete am Nachmittag 71,29 Dollar und damit 1,22 Dollar weniger als am Freitag. Die führende Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,02 Dollar auf 71,68 Dollar.

HB LONDON. Ernesto hatte sich am Sonntag etwas abgeschwächt, nachdem die US-Behörden ihn zuvor zum ersten Hurrikan der Saison heraufgestuft hatten. Damit schwand an den Ölmärkten die Sorge vor Beeinträchtigungen der Förderung im Golf von Mexiko. Außerdem steuert der Sturm derzeit nicht mehr auf US-Ölanlagen zu. „Die Gefahr für das Öl ebbt jetzt schnell ab“, sagte Tobin Gorey von der Commonwealth Bank of Australia.

Im vergangenen Jahr hatten die Hurrikans Katrina und Rita Ölplattformen umgestürzt, Pipelines zerstört und Raffinerien überflutet. In der Folge schoss der Ölpreis auf ein Rekordhoch. Mitte dieses Jahres waren durch die Sturmschäden noch immer zwölf Prozent der Ölförderkapazität im Golf von Mexiko lahm gelegt.

Einige Händler fürchteten, dass der Streit um das Atomprogramm des viertgrößten Erdöl-Exporteurs Iran schon bald wieder ins Blickfeld der Märkte rücken könnte. Trotz des am Donnerstag endenden Ultimatums der Vereinten Nationen zeigte sich der Iran am Wochenende wenig kompromissbereit. Zudem testete das Land eine Rakete. Allerdings rechneten Analysten damit, dass die Uneinigkeit im UN-Sicherheitsrat Strafmaßnahmen gegen den Iran und damit eine Eskalation des Streits verzögern würde.

US-Rohöl hat sich in diesem Jahr vor allem wegen des schwelenden Konflikts mit dem Iran und reduzierter Lieferungen aus Nigeria in Folge von Rebellenangriffen um 17 Prozent verteuert. Seit einem Höchststand von 78,40 Dollar im Juli ist der Preis dank des Waffenstillstands im Nahen Osten wieder gesunken.

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