Rohstoffmarkt
US-Ölpreis hält sich in der Nähe von 102 Dollar

Der US-Ölpreis hat sich am Montag in der Nähe der Marke von 102 Dollar gehalten. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im April kostete im frühen Handel 101,96 Dollar. Das waren zwölf Cent mehr als zum Handelsschluss am Freitag.

HB SINGAPUR/HAMBURG/WIEN. In die Höhe getrieben werden die Ölpreise derzeit offenbar hauptsächlich von Spekulanten in die Höhe getrieben. "Mit dem Run auf Öl und Rohstoffe soll die Dollarschwäche ausgeglichen werden", sagte der Herausgeber des Energie- Informationsdienstes, Heino Elfert, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Daher sei zu fragen: "Wann platzt die Blase?" Banken, Finanzinstitute und Hedge-Fonds hätten jüngst immer mehr Kapital in die Öl-Börsen gepumpt. Erst in der Nacht zum Freitag war der WTI- Preis auf einen historischen Höchststand von 103,02 Dollar gestiegen.

Laut Experten rückt das Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) an diesem Mittwoch in Wien immer stärker in den Blickpunkt. Am Markt wird trotz der hohen Ölpreise nicht damit gerechnet, dass das Ölkartell eine Erhöhung der offiziellen Förderquoten beschließen wird. Sogar eine Förderkürzung wird angesichts jüngster Stimmen aus Opec-Staaten wie Iran und Venezuela nicht ausgeschlossen.

Zwischen dem verbrauchsstärksten vierten Quartal und dem ersten Quartal eines Jahres seien die Preise in zurückliegenden Jahren stabil geblieben oder zurückgegangen, berichtete Elfert. Der rasante Preisanstieg in diesem Jahr sei nicht nachvollziehbar. Der Verbrauch von Mineralölprodukten in den USA sei seit Jahresbeginn zurückgegangen, ein Anzeichen einer Konjunkturabschwächung. „Auch mit Nigeria ist die Marktentwicklung nicht mehr zu begründen. Die politischen Spannungen gibt es schon länger.“

Die Heizölpreise in Deutschland, die in der vergangenen Woche mit durchschnittlich 77,50 Euro je 100 Liter (Lieferung 3 000 Liter) ein Rekordhoch markierten, haben laut EID wieder leicht nachgegeben. Normalerweise fallen zum Ende einer Heizperiode die Preise.

Libyen: Opec wird Fördermenge unverändert lassen

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) könnte bei der anstehenden Konferenz in Wien ihre Fördermenge unverändert lassen. „Es scheint, dass die Dinge so bleiben, wie sie sind“, sagte der libysche Ölminister Shokri Ghanem am Sonntag. Ein Thema bei dem Treffen werde auch der Konflikt zwischen Venezuela und dem US-Ölkonzern Exxon Mobil sein. Es könnte sein, dass das Ölkartell dazu eine Erklärung abgibt, sage der Minister.

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