Rohstoffpreise fallen
China und Griechenland dämpfen Kauflaune

Chinas schwächere Konjunktur und die andauernde Krise in Griechenland haben Anlegern am Montag die Laune verdorben. Die Preise für Kupfer, Öl und Gold fielen zum Wochenauftakt deutlich.
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FrankfurtAn den Rohstoffmärkten haben die Zeichen zum Wochenauftakt auf Verkaufen gestanden: Die Angst vor einer Eskalation der Euro-Krise und einer deutlichen Abkühlung der chinesischen Konjunktur dämpften die Kauflaune der Investoren deutlich. Der Kupferpreis fiel um bis zu 2,4 Prozent auf ein Vier-Monats-Tief von 7818 Dollar je Tonne.

Das US-Öl WTI war mit einem Abschlag von bis zu 2,4 Prozent auf 93,82 Dollar je Fass sogar so billig wie seit Ende Dezember nicht mehr. Der Preis für das Nordsee-Öl Brent ging um 1,6 Prozent auf 110,52 Dollar zurück. Auch von Gold ließen die Investoren lieber die Finger, der Preis für das Edelmetall fiel um 0,7 Prozent auf 1566 Dollar je Feinunze.

In Griechenland sorgten vor allem die bislang erfolglosen Versuche einer Regierungsbildung für Unruhe. Anleger fürchten, dass dem hoch verschuldeten Land ein Ende der finanziellen Unterstützung der internationalen Hilfsgeber und damit der Austritt aus dem Euro ins Haus stehen. Es fehle derzeit einfach an dem Glauben, dass in der Euro-Zone alles gut werde, sagte ein Händler.

Zunehmend Kopfzerbrechen bereitet den Investoren auch China. Die Zentralbank hatte am Samstag abermals die Mindestreserve-Vorschriften für die Geschäftsbanken gelockert, um die Konjunktur weiter anzukurbeln. Dieser Schritt habe Befürchtungen ausgelöst, dass es in China doch zu einem „Hard Landing“, also zu einer abrupten Abkühlung der Wirtschaft, kommen könnte, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar.

Zuletzt sorgten die Konjunkturdaten eher für Enttäuschung: Die Industrieproduktion verlangsamte sich im April deutlich, und die Investitionen sanken auf den niedrigsten Stand seit fast zehn Jahren. Außerdem ging das Volumen der ausgereichten Kredite im April auf 681,8 Milliarden Yuan zurück, erwartet wurden 800 Milliarden Yuan.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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