Rohstoffpreise
Goldpreis steigt dank anhaltender Geldflut

Anleger hoffen auf weitere expansive Maßnahmen der Notenbanken. Zudem spekulieren Investoren auf stabile Wachstumsraten aus China. Eine geschlossene Ölplattform stützte den Ölpreis zusätzlich.
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SingapurDie Ölpreise haben den Abwärtstrend der Vortage am Dienstag zunächst stoppen können. Die Kursgewinne an den asiatischen Börsen stützten auch am Ölmarkt, sagten Händler. Zudem habe die Schließung einer Förderplattform für etwas Preisauftrieb gesorgt.

Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur April-Lieferung 110,52 US-Dollar. Das waren 43 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 24 Cent auf 90,36 Dollar.

Die Aussicht auf weitere expansive Maßnahmen der großen Notenbanken habe die Kauflaune an den Aktien- und Ölmärkten gehoben, hieß es aus dem Handel. Die Nachricht, dass die Cormorant Alpha Platform in der Nordsee wegen eines Lecks vorerst weiter geschlossen bleibt, habe den Brent-Preis zusätzlich gestützt. Im weiteren Handelsverlauf stehen sowohl in den USA als auch in der Eurozone die Einkaufsmanagerindizes für den Servicesektor im Fokus.

Die Erwartung, dass die Zentralbanken in den USA, Europa und Japan ihre konjunkturfördernden Maßnahmen aufrechterhalten, stützte auch den Goldpreis. Dazu kamen Anzeichen einer höheren Nachfrage aus China. Das Handelsvolumen für den Benchmark- Goldkontrakt an der Börse Schanghai ist seit 18. Februar doppelt so hoch wie der Durchschnitt des vergangenen Jahres, wie aus Börsendaten hervorgeht. Für eine Unze des Edelmetalls wurden 1580,35 Dollar gezahlt, das ist ein Plus von 0,4 Prozent.

Die Hoffnung auf stabile chinesische Wachstumsraten hat Anleger auch bei Kupfer zugreifen lassen. Kupfer verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 7781 Dollar je Tonne. Im vergangenen Jahr hatte Chinas Wirtschaftswachstum 2012 dank massiver Staatsausgaben in der zweiten Jahreshälfte bei 7,8 Prozent und damit knapp über der offiziellen Zielmarke von 7,5 Prozent gelegen. Nach den zuletzt eher enttäuschenden Konjunkturdaten aus der Volksrepublik mache die Prognose der Regierung wieder etwas mehr Mut, erklärten Händler. Analysten der Bofa/Merrill Lynch gehen davon aus, dass die Preise für Kupfer in den kommenden Monaten über 8500 Dollar je Tonne steigen werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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