Rohstoffpreise
Lagerbestände belasten

Hohe Lagerbestände haben die Preise für Industriemetalle und Öl am Donnerstag gedrückt.
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HB FRANKFURT. Die Kupfervorräte an der Londoner Metallbörse LME stiegen auf den höchsten Stand seit über sechs Monaten. Die Nickelvorräte kletterten sogar so hoch wie zuletzt 1995. Der Kupferpreis fiel daraufhin um ein Prozent auf 6 485 Dollar, Nickel sackte um rund drei Prozent auf 16 500 Dollar - den niedrigsten Kurs seit Ende September. "Wenn die Vorräte noch anschwellen, könnten die Preise weiter fallen", sagte ein Analyst. "Jeder erwartet eine weitere Konjunkturerholung, aber das scheint sich nicht in der Nachfrage niederzuschlagen."

Von Reuters befragte Analysten rechnen auch beim Öl mit einem weiteren Anstieg der Vorräte, was den Preis weiter belasten dürfte. Allerdings rechnet die Internationale Energieagentur mit einem Anstieg der globalen Ölnachfrage im vierten Quartal.

Ein Fass US-Öl der Sorte WTI verbilligte sich am Donnerstag um ein Prozent auf 78,42 Dollar. Nordseeöl der Sorte Brent kostete mit 77,26 Dollar ebenfalls rund ein Prozent weniger als am Mittwoch. Laut Analyst Eugen Weinberg von der Commerzbank könnte es in den kommenden Wochen noch weiter nach unten gehen. Er verwies in einer Studie auf eher verhaltene Nachfrageaussichten der Opec vom Mittwoch. Das Kartell sei mit seiner Prognose wesentlich vorsichtiger als die US-Regierung.

Der Goldpreis erklomm erneut ein Allzeithoch. Eine Feinunze des Edelmetalls kostete zeitweise 1122,85 Dollar nach 1117,45 Dollar am Mittwochabend.

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