Rohstoffpreise: Ölpreis schnellt zwölf Prozent in die Höhe

Rohstoffpreise
Ölpreis schnellt zwölf Prozent in die Höhe

Der Ölpreis ist am späten Freitagnachmittag extrem gestiegen. US-Leichtöl steigt zweistellig in Hoffnung auf eine sinkende Produktion – und weil Investoren wohl kalte Füße mit Wetten auf fallende Preise bekommen.

New York/DüsseldorfEin neues 12-Jahres-Tief in dieser Woche hat Rohstoffinvestoren wohl verunsichert, ob die Preise weiter fallen könnten. War US-Leichtöl der Marke WTI am Donnerstag noch auf etwa 26 US-Dollar je Fass gefallen, gab es am Freitagnachmittag eine heftige Gegenbewegung.

Innerhalb von anderthalb Stunden baute der Rohstoff leichte Gewinne deutlich aus und schnellte bis auf 29,41 Dollar, ein Plus von zwölf Prozent. Die Nordseesorte Brent kostete mit knapp 33 Dollar rund 9,6 Prozent mehr.

Selbst in der derzeit turbulenten Marktlage an den Weltbörsen ist dieser Ausschlag außergewöhnlich. Ein Index, der die Preisschwankungen für Öl misst, kletterte auf den höchsten Wert seit sieben Jahren.

„Es ist sehr sinnvoll, Short-Positionen abzusichern nach einem neuen 12-Jahres-Tief“, sagte Bob Yawger von Mizuho Securities der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Anleger, die „short“ handeln, spekulieren auf fallende Preise und können schnell auf dem falschen Fuß erwischt werden und sind dann gezwungen, bei steigenden Preisen zu kaufen, um damit Verluste zu begrenzen.

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