Rohstoffpreise
Ölpreise fallen deutlich ab

Nachdem der US-Ölpreis am Mittwoch sein Sieben-Monats-Tief erreichte und unter die 90-Dollar-Marke fiel, klettert er am Donnerstag wieder deutlich. WTI-Öl kostete im frühen Handel 38 Cent mehr als am Vortag.
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Singapur/FrankfurtDie Furcht vor einer schwächeren Nachfrage hat den Preis für die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent erneut belastet. Ein Barrel war mit 105,03 Dollar zeitweise so billig wie zuletzt Ende Dezember. „Der Markt ist bereits sehr besorgt wegen des schwächeren chinesischen Wachstums“, sagte Analystin Natalie Robertson von der Australia and New Zealand Bank. Daher schlügen alle Daten, die auf eine Fortsetzung dieses Trends hindeuteten, den Anlegern auf die Stimmung.

Der chinesische Einkaufsmanager-Index ging im Mai auf 48,7 Punkte zurück und lag damit den siebten Monat in Folge unter der magischen Marke von 50 Punkten. Erst ein Wert darüber deutet auf wirtschaftliche Expansion hin. Vor allem die Export-Bestellungen gingen stark zurück. Der entsprechende Index rutschte auf 47,8 Zähler von 50,2 Stellen im Vormonat ab.

Zusätzlich fielen die Konjunkturdaten für Europa enttäuschend aus. Sowohl der europäische Einkaufsmanager-Index als auch der Ifo-Geschäftsklima-Index blieben hinter den Erwartungen zurück.

Grundsätzlich verbreite sich an den Ölmärkten mittlerweile die Einschätzung, dass die zweiwöchige Talfahrt der Ölpreise möglicherweise übertrieben war, wie ein japanischer Händler sagte. Zudem gebe es in China Bemühungen, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wieder stärker in Schwung zu bringen und damit die Nachfrage nach Rohöl zu erhöhen. Allerdings wird ein Preisanstieg nach Einschätzung von Experten durch einen erneuten Anstieg der Ölreserven in den USA gebremst.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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