Rolling-Discounts sind besser als der Index
Discount-Zertifikate haben ihren festen Platz in den Depots

Discount-Zertifikate wurden ursprünglich ausschließlich für eine kleine Anzahl ausgewählter vermögender Kunden entwickelt. Ziel dieser Kunden war nach Jahren der Baisse das Investment in eine transparente und risikoreduzierende Anlage-Alternative.

Zu lange wurde der Fokus ausschließlich auf den maximal möglichen Ertrag eines Investments gelegt, ohne das einhergehende Risiko ausreichend zu berücksichtigen. Das Anlagerisiko vollkommen auszuschalten und sich somit mit dem sogenannten risikofreien Zinssatz zufrieden zu geben, wie beispielsweise durch den Kauf einer Bundesanleihe, führt jedoch bei historisch niedrigen Zinssätzen ebenfalls zu einem unbefriedigendem Anlageergebnis; nach Inflation, Steuern und Kosten wird kaum mehr als der Vermögenserhalt erzielt.

In Anbetracht dieser Ausgangssituation entstand die Idee für ein rollendes Discount-Zertifikat, das einer ausgewählten Kundschaft vorgestellt wurde. Aufgrund der positiven Reaktionen folgte im November 2002 die erste öffentliche Emission eines Rolling Discount-Zertifikates in Deutschland auf den DJ Euro Stoxx 50. Seitdem erfreut sich diese Produktgruppe steigender Beliebtheit.

Mittlerweile hat sich das Zertifikat nun schon ein Jahr am Markt bewähren können, und die Erwartungen, die im Zuge der Entwicklung an die Anlagestrategie gestellt wurden, vollauf erfüllt. Die Anlagestrategie, die den Rolling Discount-Zertifikaten zugrunde liegt, konnte sich bis heute erfolgreich vom Markttrend abkoppeln. Seit der Emission des ersten Rolling Discount-Zertifikates im DJ EuroStoxx 50-Aktienindex konnte ein Kursgewinn in Höhe von ca. 16,8% erzielt werden. Gleichzeitig verlor der dem Zertifikat zugrunde liegend Aktienindex ca. 1,0% seines Wertes (Stand: 3.11.2003). Diese für sich allein betrachtet überaus überzeugende überdurchschnittliche Wertentwicklung wird aufgewertet, wenn man das "Risiko" - die Schwankungsbreite oder Volatilität - betrachtet, mit der diese Wertentwicklung erzielt wurde. Während der Index seit Emission des Zertifikats eine durchschnittliche Volatilität von 30,1% aufweist, betrug die Volatilität des Zertifikats lediglich 21,7%.

Aufgrund dieser beeindruckenden Wertentwicklung und des hohen Kundenzuspruchs haben Banken in den letzten Monaten weitere Varianten dieser Anlagestrategie auf unterschiedliche Basiswerte entwickelt und emittiert, die den Markterwartungen und Anlagezielen verschiedenster Kundengruppen gerecht werden.

Das Erfolgsrezept, welches allen diesen Zertifikaten zugrunde liegt, hat sich jedoch nicht verändert. Es basiert auf einer dynamischen Investmentstrategie, die monatlich in aktuelle Discount-Zertifikate mit einer Restlaufzeit von 1 Monat investieren. Klassische Discount-Zertifikate haben den Nachteil einer festen Laufzeit, der Anleger muss sich somit einmalig eine Meinung bilden, in welches Chancen / Risiken Profil er investieren möchte.

Dank der Verbriefung eines rollierenden Investment in kurzlaufende Discount-Zertifikate werden die Nachteile des klassischen Discount-Zertifikats überwunden. Automatische, monatliche Anpassung der Höchstbeträge an das aktuelle Marktniveau, keine Laufzeitbegrenzung sowie Optimierung der eingenommen Prämie sind nur einige von vielen Vorteilen der Rolling Discount-Zertifikate.

Der Vorteil des monatlichen "Rollens" mag auf den ersten Blick nicht ersichtlich sein, hier hilft nur ein direkter Vergleich. Während bei einem klassischen Discount-Zertifikat auf den DJ Euro Stoxx 50 mit einer Laufzeit von 12 Monaten sowie einem Höchstbetrag auf dem aktuellen Marktniveau ein Discount von derzeit etwa 13% erzielt werden kann, der bei einer Seitwärtsbewegung der Märkte vom Anleger als maximale Rendite vereinnahmt wird, beträgt der Discount beim Rolling Discount-Zertifikat ca. 2,5% monatlich, also maximal 30% pro Jahr.

Diese Zahlen verdeutlichen zusätzlich zu der bisher tatsächlich erreichten Performance, wo die Stärke der neuen "Assetklasse" liegt. Anleger können mit diesen Zertifikaten maximale Erträge in stagnierenden, leicht steigenden und leicht fallenden Märkten erzielen und gleichzeitig das Risiko reduzieren. Nur bei stark steigenden Aktienmärkten sind direkte Aktieninvestments, bei stark fallenden Aktienmärkten Renteninvestments besser.

Markus Koch und Werner Humpert sind Zertifikate-Experten bei UBS in Frankfurt am Main.

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