Rubel-Verfall
Russlands Wirtschaft drohen eisige Zeiten

Lange haben Investoren an Russland geglaubt - trotz Aktiencrash und Sanktionen. Doch der schwache Ölpreis macht dem Rubel zu schaffen. Nun ist die Währung auf einem Viermonatstief. Und die Anleger ergreifen die Flucht.
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DüsseldorfDie russische Wirtschaft muss sich auf eine eisige Rezession einstellen - das zumindest erwarten Analysten einiger Großbanken, darunter jene von JPMorgan Chase und Morgan Stanley. Am Montag fiel die russische Währung, der Rubel, gegenüber dem Dollar auf ein Vier-Monats-Tief: Auf einen Dollar kamen demnach 59,47 Rubel - ein Rückgang um 1,8 Prozent innerhalb eines Tages.

Grund für die Schwäche der Währung ist der Preisverfall des Rohöls, des wichtigsten Exportguts des Landes. Zusammen mit Erdgas macht Öl rund die Hälfte aller russischen Exporteinnahmen aus. Ein Preisrückgang trifft die russische Wirtschaft deshalb an einer sehr empfindlichen Stelle. Seit seinem Jahreshoch im Juni ist der Preis des Rohstoffs um rund 20 Prozent eingebrochen. Am Montag kostete ein Barrel Brent-Öl rund 53,2 US-Dollar. Grund dafür ist das Überangebot an Schieferöl aus den USA. Hinzu kommt die wachsende Sorge, dass auch China im Zuge einer Konjunkturabkühlung weniger Öl nachfragt. Zuletzt veröffentlichte Konjunkturdaten belegen das: So soll die chinesische Industrie so stark geschrumpft sein wie seit 15 Monaten nicht mehr.

Für die russische Regierung bedeutet der jüngste Öl- und Währungsverfall ein weiteres Problem. Bereits jetzt ist die Inflationsrate so hoch wie seit 13 Jahren nicht mehr. Die russische Zentralbank steuert mit hohen Leizinsen dagegen, was wiederum die Wirtschaft des ohnehin angeschlagenen Landes weiter drosselt. „Sollten der Ölpreis und der Rubel in den kommenden Tagen weiter fallen, könnte es den Handlungsspielraum für eine Lockerung der Geldpolitik einschränken”, prognostizieren die Analysten von JPMorgan in einem Brief an ihre Kunden. Bislang gehen die Analysten von einer Senkung des Leitzinssatzes auf elf Prozent am kommenden Freitag aus.

Immer mehr mehr Investoren verlieren den Glauben daran, dass sich Russlands Wirtschaft nachhaltig erholen kann. „Im Moment zeigt sich der Markt stabil”, kommentiert Ruchir Sharma, Emerging-Markets-Stratege der US-Investmentbank Morgan Stanley. „Allerdings geht diese Stabilität mit einer Stagnation einher. Der Ölpreis scheint sich auf einem niedrigen Niveau einzupendeln. Und ich bin mir nicht sicher, wie lange Stabilität und Stagnation wirklich Hand in Hand gehen können.”

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  • Mit der Kohle vom Arbeitsamt bleibt, gibt es halt nur Selters, Herr Namensklauer.

  • Also ich gehe gern zu Aldi oder Penny

  • In Ergänzung zu meinem gestrigen Beitrag möchte ich noch sagen, dass die Feststellung bzgl. des Warenangebotes in den Supermärkten nicht nur für St. Petersburg und Moskau, sondern auch für vergleichsweise kleine Großstädte wie Jaroslawl gilt, was die Aussagekraft eher erhöht.

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