Run auf die Rohstoffe
Auch Ölpreis auf Rekordnivau

Nicht nur Euro und Gold erklimmen auf ihrer Rekordjagd immer neie Rekordstände, auch den Ölpreis verteuert die Angst vor der Inflation stetig. Die Dollar-Schwäche heizte die Rekordjagd bei Öl und Gold weiter an, da die Rohstoffe in der US-Währung notiert werden.

HB NEW YORK. An den Öl-Märkten trieb die Angst vor einer Inflation in den USA und vor Versorgungsengpässen die Preise auf neue Rekordhöhen. Zudem suchen angesichts der konjunkturellen Alarmsignale aus den USA immer mehr Anleger nach vergleichsweise sicheren Anlagemöglichkeiten.

Die Ölpreise nahmen ihre Rekordjagd wieder auf. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte bis auf den neuen Spitzenwert von 102,34 US-Dollar. Zuletzt mussten noch 102,15 Dollar und damit 2,51 Dollar mehr als zum Vortagsschluss bezahlt werden. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 2,25 auf 100,52 Dollar. Zuvor war das Barrel bis auf 100,70 Dollar gestiegen und hatte damit ebenfalls ein neues Rekordhoch markiert.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) überstieg erstmals seit der Gründung des Kartells die Marke von 95 Dollar. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel aus den Fördergebieten der Organisation zur Wochenmitte 95,20 Dollar im Vergleich zu 94,09 Dollar am Vortag. Die OPEC berechnet ihren sogenannten Korbpreis einen Tag später auf Basis von zwölf ausgewählten Sorten des Kartells. Die Organisation vereint etwa 40 Prozent des weltweiten Ölangebots auf sich. Am Markt rücke derzeit zusehends das OPEC-Treffen am 5. März in den Blickpunkt, sagten Händler. Zuletzt hatte die OPEC angedeutet, dass sie ihre offiziellen Förderquoten auf dem Treffen in Wien konstant halten oder senken könnte.

Nach Einschätzung der Postbank müssen sich Verbraucher auf andauernd hohe Öl- und Benzinpreise einstellen. Es sei nicht damit zu rechnen, dass die Ölpreise im laufenden Jahr vom aktuellen Niveau von rund 100 Dollar kräftig sinken würden, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%